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Carlsberg könnte Tochter an die Börse bringen

Kopenhagen – Dank der Übernahme des Getränkeherstellers Britvic hat der dänische Brauereikonzern 2025 zwar einen überraschend hohen Gewinn erzielt, rechnet derzeit aber nicht mit einer Besserung im schwierigen Konsumumfeld. Konzernchef Jacob Aarup-Andersen warnte, es gebe noch keine Anzeichen für eine wesentliche Änderung im Verbraucherverhalten. „Ein weiteres Jahr mit anhaltenden Veränderungen und Unsicherheiten in der Handelspolitik wird sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Verbrauchervertrauen auswirken.“ 

Der weltweit drittgrößte Brauer steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 18,8 % auf 89,10 Mrd. DKK. Operativ legte das Ergebnis um 5 % auf 13,99 Mrd. DKK zu. Nach Steuern fiel der Gewinn mit 6,98 (10,26) Mrd. DKK jedoch geringer aus. Die Dividende soll dennoch um 7 % auf 29 DKK je Aktie angehoben werden. Das Management stellt für 2026 angesichts der anhaltenden Unsicherheiten nur ein Gewinnwachstum von 2–6 % in Aussicht.

Unterdessen prüft Carlsberg einen möglichen Börsengang seiner indischen Tochtergesellschaft. Ein IPO von 35 % der Anteile könnte demnach 5 Mrd. DKK einbringen und Carlsberg helfen, die Schulden zu reduzieren. Weitere Details nannte das Unternehmen bisher allerdings nicht. 

Carlsberg befindet sich derzeit wieder auf einem vorsichtigen Erholungskurs. Wer hier bereits Stücke hält, lagert diese zunächst weiter im Depot ein; (B+).