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Credit Suisse legt Berufung ein

Zürich – Die Schweizer Großbank will ein Urteil auf den Bermudas gegen ihre Versicherungstochter anfechten. Die Credit Suisse Life Bermuda hat vor dem Gericht auf der karibischen Inselgruppe eine Niederlage eingefahren. Konkret geht es um Zahlungen von bis zu 500 Mio. $.

Das Urteil sei allerdings noch nicht rechtskräftig und könne angefochten werden. Das Urteil betrifft laut der Credit Suisse Lebensversicherungspolicen eines Kunden der Credit Suisse Life Bermuda. Die Lebensversicherungstochter sei allerdings für Neuabschlüsse geschlossen und befinde sich seit über sieben Jahren in Abwicklung, betonten die Schweizer.

Bei dem Prozess dürfte es sich um den langjährigen Rechtsstreit mit dem frühen georgischen Premierminister Bidzina Ivanishvili handeln. Der Streit zwischen dem Milliardär und der Bank geht auf das Jahr 2011 zurück, als dieser ein Private-Banking-Kunde der Gruppe war. Damals wurde bekannt, dass der Genfer Berater Patrice Lescaudron reichen Kunden dreistellige Millionenbeträge aus dem vom ihm betreuten Vermögen abgezweigt hat – darunter auch Ivanishvili.

Für die Credit Suisse ist dies nicht der erste und auch nicht letzte Prozess. Auf die aktuelle Seitwärtslage haben die jüngsten News zumindest kaum Auswirkungen – weder positiv noch negativ; (B).