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DAX mit neuem Rekord

Gute Vorgaben von der Wall Street

Trotz erneut steigender Inflationssorgen kehrte zu Wochenbeginn der Optimismus an die Börsen zurück. Der DAX erklomm im gestrigen Handelsverlauf ein neues Rekordhoch bei 14.845 Punkten. Auch mit einem Schlussstand von 14.817 Zählern hielt der dt. Leitindex sein hohes Niveau. Rückenwind erhält der DAX einmal mehr von der Wall Street, wo das zügige Vorankommen beim Impfen und vor allem das Konjunkturprogramm von US-Präsident Joe Biden, für gute Stimmung sorgte. Nach einem recht schwachen Start erreichte der Dow Jones im Tagesverlauf mit 33.173 Zählern einen neuen Höchststand. Der Auswahlindex Nasdaq 100 schloss bei 12.965 Zählern. Der S&P 500 schloss nach einem durchwachsenden Handel 0,1 % schwächer. Hier belasteten vor allem schlechte Nachrichten aus dem Bankensektor. 

Unter Druck stehen indes die Banken-Titel. Investoren zeigten sich besorgt, dass ein Zahlungsausfall beim US-Hedgefonds Archegos Capital mehreren Großbanken laut Insidern teuer zu stehen kommen könnte. Die Credit Suisse warnte vor möglicherweise hohen Verlusten, nachdem ein bedeutender Hedgefonds mit Sitz in den USA in der vergangenen Woche Nachschussforderungen der schweizerischen Bank nicht nachgekommen sei. Die zweitgrößte Schweizer Bank und eine Reihe anderer Institute zögen sich nun aus den Positionen zurück. Neben der Credit Suisse warnte auch die japanische Bank Nomura vor einem womöglich erheblichen Verlust. Zu den betroffenen Banken gehören laut den Medienberichten auch Goldman SachsMorgan StanleyDt. Bank und UBS, die alle als sogenannte Prime Broker für Archegos tätig waren.

In den Fokus der Anleger rückte zudem die Allianz. Medienberichten zufolge denkt der Versicherer über ein Gegenangebot für den amerikanischen Schaden- und Unfallversicherer Hartford nach. Dieser hatte zuvor eine Offerte in Höhe von 23,2 Mrd. $ des Rivalen Chubb abgelehnt. 

Mit dem Brand in einer Chipfabrik des japanischen Konzerns Renesas droht einer weitere Verschärfung des weltweiten Chip-Engpasses. Die Japaner haben derzeit einen Weltmarktanteil von 30 % und rund zwei Drittel der dort produzierten Halbleiter sind für die Autoindustrie vorgesehen. 

 

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