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DAX schwächelt

Schwache Vorgaben von der Wall Street

Die Pläne zur Anhebung der Kapitalertragssteuer von US-Präsident Joe Biden hatten bereits gestern die Wall Street belastet. Auch der dt. Leitindex konnte sich trotz der Aussagen von EZB-Chefin Christine Lagarde den negativen Vorgaben nicht entgegenstellen. Zuletzt notierte der DAX erneut etwas schwächer bei über 15.240 Punkten. An den US-Börsen mussten Anleger zuletzt die Steuerpläne von Joe Biden verdauen, die eine beinahe Verdopplung der Kapitalertragssteuer für reiche Amerikaner vorsieht. Dennoch ist die Stimmung an den Börsen weltweit insgesamt positiv, wie eine Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII) herausfand. Am Ölmarkt konnten die anfänglichen Gewinne nicht gehalten werden. Hier belastet einerseits ide angespannte Coronalage weiterhin den Markt. Auf der anderen Seite hofft man hier auf den Fortschritt beim Impfen und einer damit einhergehenden anziehenden Nachfrage nach Erdöl.

Ein Gewinnsprung im 1. Quartal schob auch den Aktienkurs des Automobilkonzern Daimler an. Nach einem auf die Aktionäre entfallenden Gewinn von 94 Mio. € im Q1 2019, legte dieser zwischen Januar und März diesen Jahres auf satte 4,29 Mrd. € zu. 

Leicht unter Druck geriet dagegen der Kurs von VW. Medienberichten zufolge leidet die Tochter Audi unter dem anhaltenden Chipmangel. Erneut muss audgrund fehlender Halbleiter-Teile die Produktion in einem Werk vorübergehdn pausieren. 

Im Zuge der Konzernumstellung nimmt die Software AG weiter sinkende Umsätze in Kauf. Aufgrund der Fokussierung auf das Cloud-Geschäft mit wiederkehrenden Erlösen setzte der Umsatz um 12 % zurück. 

Einen vorübergehend deutlichen Kursrücksetzer musste der Laserspezialist LPKF hinnehmen. Der im SDAX notierte Konzern musste im Q1 einen Umsatzeinbruch verzeichnen. Trotz eines schwachen Jahresauftakts sollen in die Erlöse auf Jahressicht um 15 bis 20 % zulegen.

Der US-Spielzeughersteller Mattel konnte in der Pandemie die Markterwartungen übertreffen. Das Unternehmen konnte in den vergangenen 3 Monaten die Nettoerlöse um 47 % verbessern. Vor allem die Nachfrage nach Barbie-Puppen und den Spielzeugautos Hot Wheels habe besonders angezogen, teilte der Konzern mit.

Für leichte Kursgewinne sorgte die Ankündigung von Evonik bei dem Ausbau der Produktion von Lipiden schneller vorangekommen zu sein als zunächst angenommen. Die Anlagen in Hanau seien bereits aufgebaut und die ersten Lipide werden bereits ausgeliefert. Der Essener Konzern beliefert den Biotech-Konzern BioNTech mit Lipiden für seinen Coronaimpfstoff. Geplant war die Herstellung erst für das zweite Halbjahr. 

Der Maschinen- und Anlagenabuer Gea erwartet nach dem Sommer deutlich bessere Geschäfte. "Wir gehen davon aus, dass die Geschäftsdynamik wieder anzieht ab dem dritten Quartal, wenn ide Pandemie dann weitgehend überwunden ist", so CEO Stefan Klebert in einem Interview. Der Konzern rechnet dann auch mit einem Nachholeffekt.

Kräftig bergauf ging es zeitweise für die Titel des Rüstungselektronikherstellers Hensoldt. Der US-Finanzinvestor KKR will sich voraussichtlich von 25,1 % seiner Beteiligungen trennen. Es werden bereits Gespräche mit verschiedenen Interessenten geführt, darunter Indra, Leonardo, Saab und Thales.

Der Personaldienstleister Amadeus Fire ist mit einem Umsatzplus von 15 % ins neue Jahr gestartet. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr die Coronapandemie zu spüren bekam, verbesserte sich das operative Ergebnis in den ersten 3 Monaten um satte 39 %.   

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