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DAX verschnauft

Bullen geht kurz vor der nächsten Hürde die Puste aus

Nach der fulminanten Aufholjagd scheint der deutsche Leitindex zunächst eine Verschnaufpause einzulegen. Die nächste wichtige Hürde von 15.800 Punkten bleibt dabei jedoch in Sichtweite. Dabei sorgt nicht nur der heute anstehende Zahlensturm bei den Anlegern für Zurückhaltung. Im weiteren Tagesverlauf stehen überdies zwei wichtige Termine auf der Börsen-Agenda: Von der nachmittäglichen Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten Marktbeobachter dabei jedoch keine neuen geldpolitischen Entscheidungen und damit auch keine allzu großen Kursimpulse. Spannend könnte aber die Marktreaktion auf die Veröffentlichung der deutschen Inflationsrate für Oktober werden. Darüber hinaus behalten die Investoren auch die asiaitischen Märkte fest im Blick. Hier machten sich zuletzt die ausgeweiteten Lieferengpässe negativ bemerkbar. Angesichts der noch immer unsicheren Geldpolitik der Fed blieben auch die US-Anleger zunächst in Lauerstellung und schickten sowohl DOW als auch den S&P 500 leicht ins Minus. Die Nasdaq konnte indes ein neues Rekordhoch bei 15.730 Zählern erreichen. 

Derweil geht die Berichtssaison weltweit munter weiter: 

Der südkoreanische Tech-Gigant Samsung hat im 3. Quartal mit 15,8 Bill. Won das höchste Betriebsergebnis seit drei Jahren eingefahren. Grund dafür ist hauptsächlich das starke Geschäft mit derzeit heiß begehrten Chips. Samsung Electronics profitiert deutlich von den gestiegenen Preisen für Halbleiter auf dem Weltmarkt.

Die Handelsplattform Ebay konnte derweil weder am Markt noch mit seinem Quartalsbericht überzeigen. Ebay steigerte im 3. Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um 11 % auf 2,5 Mrd. $. Für das Weihnachtsquartal stellte der Konzern aber ein langsameres Umsatzwachstum zwischen 4–6 % in Aussicht.

Die EU-Kommission nimmt die von Nvidia geplante 54 Mrd. $ schwere Übernahme des britischen Chip-Entwicklers Arm genauer unter die Lupe. "Während Arm und Nvidia nicht direkt miteinander in Konkurrenz stehen, ist das geistige Eigentum von Arm ein wichtiger Bestandteil von Produkten, die mit denen von Nvidia konkurrieren", so Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Der US-Autobauer Ford hat im 3. Quartal trotz der weltweiten Chipkrise besser als erwartet abgeschnitten und seine Prognose angehoben. Für das Gesamtjahr 2021 sei nun mit einem bereinigten Betriebsergebnis zwischen 10,5 Mrd. und 11,5 Mrd. $ zu rechnen. 

Der europäische Flugzeugbauer Airbus kommt noch schneller aus der Coronakrise als gedacht. Das französisch-deutsche Unternehmen hat sein Ergebnisziel zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten angehoben und erwartet nun für 2021 ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von rund 4,5 Mrd. $. Das sind gut 500 Mio. € mehr als bislang anvisiert wurden. 

 

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