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DAX zeigt sich kämpferisch

Abwarten an der Wall Street

Der dt. Leitindex konnte zu Wochenmitte einen Großteil seiner Verluste wieder aufholen und kletterte erneut über die Marke von 15.000 Punkten. Vor allem die nach wie vor robust verlaufene Berichtssaison bot dem DAX Unterstützung, auch wenn ein Großteil der guten Quartalszahlen bereits im Vorfeld eingespeist wurde. Die Vorgaben von der Wall Street hingegen sind durchwachsen. Anleger mussten die Aussage von der amtierenden Finanzministerin Janet Yellen verdauen. Ihrer Meinung nach sind womöglich höhere Zinsen nötig, um eine Überhitzung der US-Wirtschaft zu verhindern. Trotz anfänglicher Gewinne drehte die Technologiebörse Nasdaq im Handelsverlauf ins Minus und beendete den Handel 0,37 % schwächer. Der Dow Jones hingegen konnte 0,3 % zulegen und der S&P 500 verbesserte sich leicht auf 4.167 Zähler. 

Eine höhere Nachfrage nach Containern hat den Absatz der dänischen Reederei Maersk im 1. Quartal um 30 % angeschoben. Die hohe Nachfrage habe zu Engpässen und damit zu Rekorden bei den Frachtpreisen geführt, teilte Konzernchef Soren Skou mit. 

Unter Druck geriet zeitweise der Essens-Lieferdienst Delivery Hero. Einer Meldung zufolge will eine Guppe von Fonds einen rund 1,2 Mrd. € schweren Anteil zu 123,10 € am Markt platzieren. 

Einen neuen Rekordwert hat die Aktie der Dt. Post erreicht. Das Papier kletterte erstmals über die Marke von 50 €. Der Konzern profitierte auch im Auftaktquartal von dem pandemiebedingt hohen Paketaufkommen. Der Umsatz legte um 22 % zu und das Ebit hat sich mit 1,9 Mrd. € mehr als verdreifacht. 

Nach positiven Quartalszahlen und einem angehobenen Ausblick verbuchte auch der Kurs des Chemie- und Pharmakonzerns Merck KGaA einen Gewinn. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatzwachstum von 6–11 % auf 18,5 bis 19,5 Mrd. €. 

Der Automobilkonzern Stellantis wurde im 1. Quartal vom globalen Chipmangel ausgebremst. Die weltweite Nummer 4 habe durch die Halbleiterkrise rund 190.000 Fahrzeuge weniger produziert. Dennoch setzte Stellantis mit 1,57 Mio. Autos rund 11 % mehr ab.

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