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Die Rüstungs-IPOs

Steigende Verteidigungsbudgets befeuern auch den IPO-Markt – immer mehr Rüstungsfirmen streben an die Börse.

Trotz der starken Schwankungen an den Aktienmärkten ist der Börsengang des U-Boot-Zulieferers Gabler Group (ISIN: DE000A421RZ9) gelungen. Die Tochter der Familien-Industrieholding Possehl platzierte 3,02 Mio. Aktien zum Preis von je 
44,00 €. Der Ausgabepreis erreichte somit die obere Hälfte der Preisspanne von 37,00 bis 47,00 €. Die Aktie stieg zum Börsenstart auf bis zu 49,00 (akt. Kurs: 47,00) €. Die Emission im Freiverkehrssegment Scale hatte damit ein Volumen von 133 Mio. €. Davon fließen Gabler 46 Mio. € zu. Der Rest geht an die Großaktionärin, die mit 
50,1 % auch nach dem Börsengang Mehrheitsaktionär bleibt. 

Gabler Group ist ein aussichtsreiches Investment.

Spruchreif ist inzwischen auch der Börsengang der ehemaligen Jenoptik-Tochter Vincorion (ISIN: DE000VINCOR0). Der Hersteller von Generatoren für das Militär, der inzwischen dem Finanzinvestor Star Capital gehört, peilt noch vor Ostern den Börsenstart im Prime Standard in Frankfurt an. Der angestrebte Streubesitz soll einen liquiden Markt für die Aktien sicherstellen, hieß es. Dabei hat Star Capital bereits neue Kernaktionäre für Vincorion gewonnen, die sich verpflichtet haben, für insgesamt etwa 105 Mio. € Aktien zu kaufen. Dazu zählen die Finanzinvestoren Fidelity International und Invesco Asset Management. Dem Rüstungszulieferer selbst fließt durch das IPO kein frisches Kapital zu. 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 240 Mio. €.

Zunächst die genauen IPO-Koordinaten abwarten.