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Eindrücke vom EK-Forum

Spezial Teil 3

Auch in diesem Jahr musste das Deutsche Eigenkapitalforum (EKF) aufgrund der Pandemie virtuell stattfinden. Dennoch boten die Onlinevorträge der zahlreichen Unternehmen eine gute Möglichkeit, um sich einen gezielten Einblick zu verschaffen. Wie ein roter Faden zogen sich die hohen Beschaffungskosten und Lieferschwierigkeiten durch die Präsentationen. Diese werden in den Bilanzen für 2021 nicht so stark durchschlagen wie wahrscheinlich im 1. Quartal 2022. Der ES hat dennoch einige Aktien-Highlights aufgespürt.

KATEK

Die KATEK Group ist nach eigener Aussage das am schnellsten wachsende europäische Elektronikunternehmen. Diese Einschätzung lässt sich beim Blick auf die Geschäftsentwicklung durchaus nachvollziehen. Ausgehend von 164 Mio. Euro im Jahr 2018 wird der Umsatz im laufenden Jahr bereits die Marke von 500 Mio. Euro überschreiten. Zusätzlich zu einem dauerhaften zweistelligen organischen Wachstum verbunden mit kontinuierlichen Marktanteilsgewinnen setzt der Vorstand auf regelmäßige Akquisitionen.
Übernahmen sind laut Koppitz integraler Bestandteil der Strategie. Allein in den letzten elf Monaten wurden vier Unternehmen zugekauft. Das Ziel ist es, mit KATEK so schnell wie möglich die Nummer zwei in Europa zu werden. Aktuell rangiert das Unternehmen im europäischen Elektronikmarkt auf Nummer drei und in Deutschland auf Nummer zwei. Mittelfristig soll der Umsatz auf mehr als 1 Mrd. Euro gesteigert werden, was sich dank der Skaleneffekte auch positiv auf die Profitabilität auswirken sollte. Derzeit liegt die EBITDA-Marge bei 5,2 Prozent. Bereits 2022 soll sie auf 6 Prozent steigen.
KATEK profitiert davon, dass der Elektronikanteil in vielen Produkten stetig steigt. Im Auto werden es zum Ende des Jahrzehnts mehr als 50 Prozent sein. Das Unternehmen ist bevorzugt in wachstumsstarken Märkten wie E-Mobility, Solar und Healthcare unterwegs. Das Ziel ist es, einen starken Player in Europa aufbauen. Die europäische Industrie braucht starke Elektronikpartner in Europa, um eine Abhängigkeit von USA und China zu vermeiden. KATEK setzt dabei ausschließlich auf hochwertige Produkte, nicht auf billige Massenware.
In den ersten neun Monaten 2021 stieg der Umsatz um 37 Prozent auf 402 (Vj. 294) Mio. Euro, davon 15 Prozent organisch und 22 Prozent anorganisch. Die Erlöse wären sogar noch 40 Mio. Euro höher gewesen, wenn nicht die weltweiten Probleme in der Lieferkette das Geschäft ausgebremst hätten. Wichtig war Koppitz die Aussage, dass diese Aufträge nicht verloren, sondern nur verschoben sind. Derzeit werden verstärkt Vorräte als Puffer aufgebaut. Die Situation dürfte sich nach Einschätzung des Vorstands ab Q1/2022 langsam wieder normalisieren. Die Prognose für 2021 wurde mit einem Umsatz zwischen 535 bis 560 Mio. Euro und einem EBITDA zwischen 27 und 33 Mio. Euro dennoch bestätigt.
Die KATEK-Aktie ist erst seit Mai 2021 an der Börse notiert. Der Börsengang war sehr erfolgreich. Die Emission war mehrfach überzeichnet. Ausgehend vom Ausgabepreis von 23 Euro hat die Aktie bis heute auf fast 30 Euro zugelegt. Auch im Q&A-Teil war ein großes Investoreninteresse an dem wachstumsstarken Unternehmen zu spüren. Die Aktie ist durchaus als interessant einzustufen. Die Marktkapitalisierung liegt mit 387 Mio. Euro deutlich niedriger als der Umsatz. Wenn der Umsatz tatsächlich auf absehbare Zeit in Richtung 1 Mrd. Euro gesteigert und noch die Marge ausgeweitet werden kann, müsste sich Potenzial eröffnen. Zudem haben viele Investoren die Aktie wohl auch noch gar nicht auf dem Schirm.

Fashionette 


Fashionette ist eine der führenden Online-Plattformen für Premium- und Luxus-Modeaccessoires und hat hochwertige Designerartikel wie Handtaschen, Schuhe, Sonnenbrillen, Uhren, Schmuck und relativ neu auch ausgesuchte Beauty-Produkte im Angebot. Durch die im Frühjahr 2021 getätigte Übernahme der niederländischen Brandfield-Gruppe hat fashionette die Präsenz in der Region Niederlande und Belgien verstärkt, im Jahr vor der Akquisition wurden dort Umsatzerlöse von rund 27 Mio. Euro erzielt. Zudem verfügt Brandfield über eine hohe Expertise bei Eigenmarken, die dort rund 40 Prozent der Umsatzerlöse beisteuern und die naturgemäß besonders attraktive Margen ermöglichen. Das Thema Eigenmarken soll auch im Gesamtunternehmen künftig weiter ausgeweitet werden. Die Integration von Brandfield ist inzwischen erfolgreich vollzogen worden.
Gewisse „Herausforderungen“ ergaben sich im Spätsommer durch die Umstellung der Logistik an einen neuen Standort, was auch zu einer Prognoseanpassung geführt hat. Inzwischen ist wieder die gewohnte Logistikperformance von 2 Werktagen Lieferzeit bei Bestellungen vor 16 Uhr erreicht. In den Q3-Zahlen zeigen sich erstmals die positiven Effekte aus der Brandfield-Akquisition, der Nettoumsatz verbesserte sich um 41,6 Prozent auf 31,8 Mio. Euro, die Neukundenzahl erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (inklusive Brandfield) um 23,5 Prozent auf 146,8 Tausend, nach zuvor 118,8 Tausend. Die Zahl der aktiven Kunden erhöhte sich im Vergleich zu 2020 um 41,2 Prozent und im Vergleich zu 2019 um 92 Prozent. Für das Gesamtjahr bestätigte Raab nochmals ausdrücklich die unterjährig wegen der Logistikthematik angepasste Prognose mit einem erwarteten Nettoumsatz von 133 bis 143 Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber Vorjahr um 40 bis 50 Prozent. Das bereinigte EBITDA soll sich in einer Bandbreite von 3,3 bis 4,3 Mio. Euro bewegen. In 2022 ist nach Einschätzung des Verfassers durch die in 2021 nur halbjährliche Konsolidierung von Brandfield und eine Fortsetzung des organischen Wachstums rechnerisch mit einem weiteren spürbaren Umsatzanstieg zu rechnen. Dabei dürfte beim Umsatz die 200-Mio.-Euro-Marke in Reichweite gelangen und vermutlich auch überschritten werden, auch wenn eine Guidance für 2022 bisher noch nicht veröffentlicht worden ist. Investoren sollten als nächste Indikation zur Geschäftsentwicklung das für Dezember 2021 angekündigte Black Friday Trading Statement abwarten.
Auf dem aktuellen Kursniveau von 22 Euro ist die Aktie aber durchaus einen Blick wert, der Börsengang im Herbst 2020 erfolgte damals zum Ausgabepreis von 31 Euro. Seither ist die operative Entwicklung insgesamt positiv verlaufen und die Brandfield-Akquisition stellte eine gute Erweiterung des Geschäfts dar. Die aktuelle Marketcap entspricht in etwa einem Umsatzmultiple von 1, zuletzt wurden am Markt in Übernahmesituationen darüber liegende Umsatzmultiples für vergleichbare Geschäftsmodelle im E-Commerce gezahlt, so dass hier auf mittlere Sicht durchaus noch weitere Kursfantasie bestehen dürfte.


DATAGROUP

Die Datagroup SE, gemäß der Lünendonk-Liste der führende IT-Service-Anbieter in Deutschland, nimmt seit Jahren eine beeindruckende Entwicklung. In den letzten zehn Jahren wuchs der Umsatz durchschnittlich um 15,1 Prozent p.a. und das EBIT noch deutlich stärker um 22,9 Prozent p.a.. Die durch verschiedene Sondereffekte bedingte Ergebnisdelle des Vorjahres konnte komplett überwunden werden.
Mit einem EBIT von 29,1 (Vj. 21,0) Mio. Euro wird sogar ein neuer Rekordgewinn ausgewiesen, obwohl das EBIT in den Vorjahren immer wieder positiv durch „Lucky Buys“ beeinflusst war. Das ist durchaus beeindruckend. Als Ziel gab Thome aus, die EBIT-Marge von derzeit 7,2 auf 9 Prozent steigern zu wollen. Gelingen soll dies durch geringere Capex, die Optimierung der einzelnen Gesellschaften, neue Produkte und die Vereinfachung der Gruppenstruktur.
Ein großes Thema sind bei DATAGROUP von jeher Akquisitionen. Bisher wurden 27 Firmen übernommen. Letztes Jahr kam die Urano Informationssysteme GmbH in Rheinland-Pfalz dazu, mit der neue Kunden und eine neue Region erschlossen wurden. Außerdem wurde mit der dna GmbH der Bereich Bank und Versicherung verstärkt. Auch in Zukunft sollen Akquisitionen eine große Rolle spielen. Das künftige Wachstum soll zu einem Drittel organisch erfolgen und zu zwei Dritteln mit Akquisitionen realisiert werden. Das Ziel ist es, den Umsatz von 445 Mio. Euro in 2020/21 bis 2025/26 auf 750 Mio. Euro zu steigern.
In diesem Zusammenhang sollte die Entwicklung der Geschäfts- und Firmenwerte im Auge behalten werden, die mit den jüngsten Übernahmen auf 103 (62,5) Mio. Euro noch einmal kräftig angestiegen sind und jetzt fast ein Viertel der Bilanzsumme ausmachen. Eine konkrete Gefahr ist mit Blick auf die Ertragsstärke der Gruppe derzeit allerdings nicht zu erkennen. Auch die Eigenkapitalquote geht mit wieder 22 Prozent in Ordnung. Zeitweise war es noch deutlich weniger gewesen. Positiv ist ebenso der im vergangenen Jahr auf 50 Mio. Euro mehr als verdoppelte Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zu werten.
DATAGROUP profitiert derzeit insbesondere von der zunehmenden Digitalisierung in allen Bereichen. Ebenso rücken bei vielen Unternehmen die Themen künstliche Intelligenz sowie Automation und Mobilisierung von Geschäftsprozessen in den Fokus. Daneben ist Cyber-Security ein starker Wachstumsmarkt. Das Kernprodukt von DATAGROUP ist und bleibt „Corbox“, das ständig weiterentwickelt wird und alle Aspekte abdeckt. Positiv ist zudem, dass DATAGROUP kundenseitig sehr breit über viele Branchen aufgestellt ist und es keinerlei Klumpenrisiken gibt. Zudem ist die öffentliche Hand ein wichtiger Auftraggeber. Auch hier hält die Digitalisierung immer mehr Einzug.
Die DATAGROUP-Aktie hat ihre zwischenzeitliche Schwächephase, die durch das im Vorjahr deutlich rückläufige Ergebnis verursacht war, schnell überwunden. In den letzten zwölf Monaten hat sich das Kursniveau auf 82 Euro glatt verdoppelt. Ansonsten wäre die Bewertung bei einem Ergebnis je Aktie von 2,52 Euro im Geschäftsjahr 2020/21 auch sehr günstig gewesen. Auf dem jetzt erreichten Niveau ist die Aktie am ehesten eine Halteposition, in Schwächephasen mit Blick auf die weiterhin zu erwartende positive Geschäftsentwicklung aber dann wieder ein Kauf.
Anzumerken bleibt, dass der Gründer und Vorstandsvorsitzende Max Schaber mit der nächstjährigen Hauptversammlung nach 38 Jahren im Amt ausscheidet und in den Aufsichtsrat wechselt. Dieser Schritt war allerdings schon lange angekündigt und kommt nicht überraschend. Das Amt des CEO wird dann Andreas Baresel übernehmen. Schaber wird über die HHS Beteiligungsgesellschaft weiterhin Mehrheitsaktionär bleiben. Aktuell hält die HHS 53,9 Prozent der Anteile.


CEWE Stiftung & Co. KGaA 


Schwerpunkte des lebendigen Vortrags bildeten das Geschäftsmodell einschließlich der zwischen 2000 und 2010 vollzogenen Transformation vom analogen zum digitalen Fotoanbieter sowie strategischer Ansatz und Aufstellung der einzelnen Geschäftsbereiche und Auswirkungen der Corona-Pandemie auf diese.
CEWE arbeitet im Kerngeschäftsfeld Fotofinishing in Europa mit mehr als 20.000 Vertriebspartnern zusammen, wobei seit einigen Jahren neben diesem B2B-Geschäft auch das direkte B2C-Geschäft immer mehr an Gewicht gewinnt. Innerhalb des Hauptgeschäftsfeldes, das für rund 85 Prozent der Umsatzerlöse steht, sinkt seit geraumer Zeit der Umsatzanteil der einfachen und margenschwachen (digitalen) Fotoabzüge zugunsten der Anteile des Bestsellers CEWE FOTOBUCH sowie der übrigen margenstarken Mehrwertprodukte. Diese anhaltende Verschiebung im Umsatzmix hat die EBIT-Marge des Geschäftsbereichs von 7,8 Prozent in 2010 auf 12,4 Prozent in 2019 ansteigen lassen. In 2020 profitierte der Bereich dann massiv vom Lockdown-bedingten „stay-at-home-Effekt“, also einem deutlich erhöhten Bestellaufkommen, so dass die Marge infolge von Skaleneffekten gar auf 15,1 Prozent sprang. Der Anteil der von CEWE produzierten Bilder, die mit Smartphones aufgenommen wurden, stieg von 32 Prozent in 2016 auf 61 Prozent in 2020. Hier ist man gut mit der CEWE Fotowelt-App positioniert, mittels derer man sich auch via Künstlicher Intelligenz generierte automatische Vorschläge für Fotobücher machen lassen kann.
CEWE sieht sich seinen Retail-Partnern, den über 20.000 Fotostationen und dem breiten Online-Möglichkeiten als einzigen Omni-Channel-Anbieter für Fotofinishing-Produkte in Europa. Seit 2010 ist die gestützte Markenbekanntheit von CEWE als Synonym für Foto von 28 auf 70 Prozent in 2020 gestiegen. Dies wurde auch durch massive Marketingaufwendungen erreicht, diese stiegen seit 2005 von 5 Mio. Euro durchschnittlich um 20 Prozent p.a. auf über 80 Mio. Euro in 2020. Zudem ist CEWE mittlerweile auch Initiator des weltweit größten Fotowettbewerbs, des CEWE Photo Awards. Zudem nimmt CEWE mit 12 Jahren steigender Dividende in Folge als „Dividendenaristrokrat“ unter allen 190 deutschen in einem Index notierten Gesellschaften den fünften Platz ein. Anlässlich der kürzlich publizierten Neunmonatszahlen 2021 befindet sich ein Research-Update von GSC in Arbeit.

Serviceware SE
Als Anbieter von Softwarelösungen zur Digitalisierung und Automatisierung von Serviceprozessen ist Serviceware zweifellos in einem Zukunftsmarkt aktiv. Das Ziel ist es, die Kunden über den gesamten Serviceprozess zu unterstützen und ihn zu automatisieren und qualitativ zu verbessern. Dabei kommen auch zunehmend Lösungen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz zum Einsatz, wodurch sich viele Prozesse automatisieren lassen. Speziell für diesen Bereich wurde eine Partnerschaft mit der technischen Universität Darmstadt geschlossen.
Als plastisches Beispiel führte Martin die Impfkampagne der Bundesregierung an, bei der die Wissensdatenbank „Serviceware Knowledge“ zum Einsatz kam. Vor dem Start am 26. Dezember 2020 wurde die Datenbank von Bundesgesundheitsministerium, RKI und anderen involvierten Institutionen mit allen Informationen über die Vakzine, mögliche Nebenwirkungen und die Impfzentren gefüllt. Damit konnten bis heute mehr als 10 Millionen Anfragen beantwortet werden, was zeigt, wie der Service schneller und skalierbar gemacht werden kann. Eine strukturierte Datenbank ist auch die Voraussetzung für den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Damit ist es dann möglich, komplett automatisiert Antworten zu liefern.
Serviceware ist in acht Ländern mit eigenen Niederlassungen vertreten und bedient mehr als 1.000 Kunden. Einen Branchenschwerpunkt gibt es nicht. Service ist überall ein Thema. Positiv ist zu werten, dass in letzter Zeit verschiedene neue internationale Großkunden gewonnen werden konnten. Der Vorstand nannte eine internationale Fluggesellschaft, eine große europäische Bank und einen börsennotierten Automobilzulieferer. Das internationale Geschäft soll in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden. Martin sieht das Unternehmen auch gegen große Wettbewerber wie Servicenow aus den USA gut positioniert.
Seit der Gründung im Jahr 1998 wurde ein durchschnittliches Wachstum von mehr als 20 Prozent p.a. realisiert. Dazu haben auch diverse strategische Akquisitionen beigetragen, mit denen das Leistungsangebot und die Wertschöpfung erweitert wurden. Die Mittel aus dem Börsengang im Jahr 2018 wurden ebenfalls im Wesentlichen für Zukäufe verwendet. Auch in Zukunft hält der Vorstand ein zweistelliges Wachstum für erreichbar.
In den ersten neun Monaten 2021 stieg der Umsatz um 15,7 Prozent auf 60,9 Mio. Euro. Die wiederkehrenden Erlöse gingen sogar um 31 Prozent auf 29,5 Mio. Euro nach oben, machen jetzt also fast 50 Prozent des Umsatzes aus und sie werden, Stichwort SaaS, weiter steigen, was die Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren noch mehr stabilisieren sollte.
Das EBITDA verbesserte sich in den ersten neun Monaten um 47 Prozent auf 1,6 Mio. Euro. Trotz der teils widrigen Umstände verlief der Zeitraum planmäßig. Das EBIT konnte ebenfalls verbessert werden, war aufgrund der hohen Investitionen ins Personal aber mit minus 0,8 Mio. Euro noch negativ. Die Zahl der Mitarbeiter in der Entwicklung wurde seit dem Börsengang von 60 auf 150 ausgeweitet. Und die F&E-Kosten werden im Gegensatz zu den meisten anderen Unternehmen nicht aktiviert. Die Technologie ist der Schlüssel für den künftigen Erfolg.
Dirk Martin und Harald Popp, die das Unternehmen vor 23 Jahren gegründet haben, stellen bis heute den Vorstand und halten jeweils 31,4 Prozent der Aktien, also zusammen die Mehrheit. Es wurde die Frage gestellt, ob sie bereit wären, Aktien abzugeben, um den Streubesitz zu erhöhen. Das wollen sie aber nicht. Beide sind fest überzeugt von den Zukunftsperspektiven der Gesellschaft. „Wir stehen erst am Anfang der Reise“, war die Aussage von Martin.
Die Aktie hat sich nach dem Börsengang zunächst abwärts entwickelt. Seit Mitte 2020 hat sich dann ein Aufwärtstrend etabliert. Mit aktuell 18 Euro notiert sie aber immer noch unter dem damaligen Emissionspreis von 24 Euro. Weiter aufwärts wird es gehen, sobald erkennbar wird, dass sich die hohen Investitionen der letzten Jahre auszahlen. Mit dem zu erwartenden anhaltenden Wachstum müsste sich die Profitabilität allein über Skaleneffekte verbessern. Die Chancen stehen gut, dass in den nächsten Jahren die Früchte der hohen Investitionen geerntet werden können.

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