Die anhaltende Energiekrise treibt die Inflation in der Eurozone weiter an, entsprechend steuert die Europäische Zentralbank (EZB) dagegen und hebt die Leitzinsen. Auf ihrer Sitzung haben die Notenbanker beschlossen, den für die geldpolitische Steuerung maßgeblichen Einlagensatz von 2,25 auf 2,5 % anzuheben.
Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass die EZB die Zinsen hochsetzt. Im Juni hatte es einen ersten Zinsschritt gegeben, im Juli dann eine Pause. Nun aber sieht sich die Zentralbank gezwungen, erneut zu handeln. Der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg und die Blockade in der Straße von Hormus, deren Ende sich nicht abzeichnet, hat ihre Sorgen größer werden lassen. 2,0 %, so lautet eigentlich der Zielwert, auf dem die Notenbanker die Teuerung möglichst halten wollen. Im August lag sie im Euro-Raum bei 3,3 %, in Deutschland bei 2,9 %. Und es besteht die Gefahr, dass es damit nicht getan sein wird. Nicht zuletzt der anhaltend steigende Ölpreis ist ein Anzeichen dafür, dass eine schnelle Beruhigung ausbleiben dürfte.