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Goldman Sachs verbrennt Milliarden

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat mit ihren Gehversuchen auf dem Privatkundenmarkt bereits eine Milliardensumme verbrannt. Allein die Sammlung von Geschäftsbereichen, die kürzlich in der Sparte Plattform Solutions zusammengefasst wurden, kam in den ersten 9 Monaten des vergangenen Jahres auf einen Vorsteuerverlust von –1,2 Mrd. $. Von Anfang 2020 bis Ende September 2022 summierte sich der Verlust vor Steuern des neuen Segments sogar auf bis zu –3 Mrd. $. 
Zusammen mit den Zahlen des vierten Quartals wird sich der kumulierte Verlust der drei Jahre laut Insidern auf etwa –4 Mrd. $ belaufen. Auf 2022 entfielen 2 Mrd. $, vor allem wegen Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle. Den Unterlagen zufolge belief sich die Risikovorsorge für die ersten 9 Monate bereits auf 942 Mio. $. Die Bank will ihre Jahreszahlen am 17. Januar veröffentlichen. 

Die Sparte Plattform Solutions umfasst Angebote wie Goldmans Apple Card und eine deutlich verkleinerte Version dessen, was die Investmentbank einmal als neue Privatkundensparte geplant hatte. Im Oktober war das Management von seinem Plan abgerückt, ein eigenes Bankangebot für normale Privatkunden aufzubauen.

Auch wenn der Milliardenverlust alles andere als positiv aufgenommen wurde, bleibt man bei Goldman Sachs langfristig investiert; (B+).