Die Berichtssaison für das 1. Halbjahr startet traditionell mit den US-Großbanken. Diese geben im Laufe der Woche den Startschuss. Hierzulande dauert es noch etwas, bis die Unternehmen ihre endgültigen Berichte veröffentlichen – erste vorläufige Einschätzungen gibt es jedoch bereits.
Nordex Auftragsplus im Q2; (B+):
Im 2. Quartal verzeichnete der Windturbinenbauer, exklusive Servicegeschäft, ein Plus beim Auftragseingang von 32,2 % auf 3.054 Megawatt (MW). Auf Halbjahressicht stieg der Ordereingang somit um 9,6 % auf 4.923 MW.
Bijou Brigitte meldet vorl. Umsatz; (B+):
Der Modeschmuckkonzern hielt den Umsatz ersten Berechnungen zufolge im 1. Halbjahr mit 153,3 (154,8) Mio. € weitgehend stabil. Der vollständige Bericht wird im September veröffentlicht, ein konkretes Datum gibt es jedoch noch nicht.
Sino Verkauf treibt Gewinn; (B):
Im 1. Halbjahr 2025/26 (per Ende März) verbuchte der Online-Broker dank der Teilveräußerung der Beteiligung an der Trade Republic Bank GmbH einen Gewinnsprung. Während die Provisionserträge um 71 % auf 7,2 Mio. € vorfuhren, stand nach Steuern ein Gewinn von 26,6 (0,04) Mio. € in den Büchern. Die erste Tranche aus dem Verkauf schob das Ergebnis um 25,16 Mio. € an und die zweite, die Ende Mai fällig wurde, wird das Konzernergebnis nach Steuern um 13,31 Mio. € anschieben. Für 2025/26 (per Ende September) wird mit einem Nachsteuerüberschuss von 40,8 bis 41,6 (1,0) Mio. € gerechnet. Die Aktionäre sollen im Zuge dessen eine Dividende von mindestens 14,80 (1,46) € je Aktie erhalten.
Fraport erwartet weniger Passagiere; (B+):
Im Juni sank das Passagieraufkommen um 1,7 % auf rund 5,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auf Halbjahressicht stand ein kleines Minus von 0,8 % auf 28,9 Mio. in der Bilanz. Für 2026 rechnet das Management nun mit einem Gästeaufkommen auf Vorjahresniveau (63,2 Mio.), nach bisher 65 bis 66 Mio. Flugpassagieren.
Bastei Lübbe Kosten belasten; (B):
Die Verlagsgruppe hat das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) mit einem Umsatz von 118,4 (114,0) Mio. € abgeschlossen. Höhere Kosten drückten das Ebit jedoch auf 9,3 (17,1) Mio. € und auch auf die Anteilseigner entfiel mit 6,4 (11,3) Mio. € weniger Gewinn. Aufgrund der Entwicklung soll den Aktionären auf der HV am 9. September eine Dividende in Höhe von 0,25
(0,36) € je Aktie vorgeschlagen werden. Für 2026/27 rechnet der Vorstand mit Erlösen zwischen 118 und 122 Mio. €. Das Ebit dürfte mit 10 bis 12 Mio. € wieder deutlich zulegen.
Hapag Lloyd optimistischer; (B+):
Aufgrund der starken Marktnachfrage wird die Reederei auf Jahressicht zuversichtlicher. Das Ebitda dürfte nun zwischen 2,3 und 3,2 (zuvor: 0,9 bis 2,6) Mrd. € landen. Beim Ebit stehen 0,1 bis 1,0 (bisher: –1,3 bis 0,4) Mrd. € auf dem Plan.
Leifheit will Kosten sparen; (B+):
Die schwache Kundennachfrage hat dem Haushaltswarenhersteller in der 1. Jahreshälfte vorläufigen Berechnungen zufolge einen Umsatzrückgang auf 116,3 (123,4) Mio. € eingebrockt. Das Ebit rutschte auf –2,7 (2,0) Mio. € ab (Bericht: 6. August). Auf Jahressicht wird inzwischen mit einem Erlöserückgang gerechnet, nachdem vorher ein leichtes Plus anvisiert wurde (2025: 236,2 Mio. €). Im Rahmen des neuen Performanceprogramms FOCUS peilt der Konzern wiederkehrende jährliche Kosteneinsparungen von 7,5 Mio. € an. Hierfür werden jedoch einmalige Aufwendungen von 9,6 Mio. € fällig, von denen 5,4 Mio. € in 2026 ergebniswirksam werden.