Zürich – Der Schweizer Zementkonzern führt seinen Expansionskurs munter weiter und will Geschäftsteile des Konkurrenten Cemex in Kolumbien übernehmen. Eine Vereinbarung über einen Kaufpreis von 485 Mio. $ sei unterzeichnet worden, wie es vom Holcim-Management hieß. Zu den gekauften Unternehmensteilen gehören u.a. das Zementwerk Caracolito, eine Mahlanlage sowie mehr als 20 Werke für Transportbeton, Zuschlagstoffe und Mörtel. Der erwartete Nettoumsatz der neuen Aktivitäten für das Jahr 2026 liegt nach ersten Schätzungen bei rd. 360 Mio. $. Der Zukauf soll sich bereits im ersten Jahr positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken. Der Abschluss der Transaktion, der noch von den Behörden genehmigt werden müsse, wird gegen Ende des Jahres erwartet.
Konjunkturflaute, Inflationssorgen, Nahost-Konflikt – Holcim bekommt die Schwäche der Branche derzeit deutlich zu spüren. Allerdings bleibt das Langfristpotenzial nach wie vor bestehen. Anleger mit starken Nerven bleiben hier vorerst weiter investiert; (B+).