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Intel baut Werk in Irland aus

New York – Rund ein Jahr nach dem Aus für den großen Fabrikneubau in Magdeburg investiert der Chipkonzern nun doch wieder Milliarden in Europa. In Irland soll ein bestehender Standort für 5 Mrd. € unter anderem mit neuen Produktionsmaschinen modernisiert werden. Intel verwies auf die große Nachfrage nach Halbleitern für KI-Rechenzentren. Einst hatte der US-Konzern modernste Produktionsverfahren für Magdeburg in Aussicht gestellt.

Intel versucht unter dem seit Anfang vergangenen Jahres amtierenden Chef Lip-Bu Tan, unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen. Die Aufgabe der Pläne für Magdeburg war Teil des Sanierungskonzepts. Intel hatte aber auch das Problem, dass Chipsysteme des Grafikkarten-Spezialisten Nvidia sich als viel nützlicher für Künstliche Intelligenz herausstellten als Halbleiter des Branchenpioniers.

Inzwischen setzt Intel unter anderem auf die Rolle als Auftragsfertiger mit fortschrittlichen Produktionsverfahren. Im August vergangenen Jahres bekam der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund 10 % an Intel als Gegenleistung für zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen. Die USA und Europa versuchen schon seit Jahren, wieder mehr Chip-Produktions aus Asien zurückzuholen.

Intel gehörte zu den Tech-Highflyern der letzten Monate, bevor auch diese Aktie von der jüngsten Korrektur ergriffen wurde. Wer hier frühzeitig investiert war, kann hier jedoch weiterhin Gewinne abschöpfen; (B+).