Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS hält zwar weiterhin an seinen Börsenplänen fest, allerdings will sich das Management auf keinen konkreten Zeitpunkt mehr festlegen. „Der Börsengang ist vorerst ausgesetzt, aber nicht abgesagt“, sagte Konzernchef Jean-Paul Alary und fügte hinzu: „Ein Börsengang 2026 ist weiterhin möglich – sofern die Marktbedingungen den Erwartungen der Aktionäre entsprechen.“ Allerdings sei auch ein IPO später als 2026 denkbar. KNDS hatte seine Börsenpläne Anfang Juli wegen eines Abschwungs bei Rüstungsaktien verschoben. Der französische Staat und die in der Wegmann-Holding zusammengeschlossenen deutschen Eigentümerfamilien, die je 50 % halten, wollen bei dem Börsengang je
10 % abgeben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete KNDS einen Umsatz von 4,4 Mrd. € und damit 16 % mehr als 2024.
Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass der US-Finanzinvestor Warburg Pincus mit den deutschen Familieneigentümern über den Kauf eines größeren Anteils verhandelt. Der Bund hatte sich bereits mit den Familein darauf geeinigt 40 % der Anteile über die Staatsbank KfW zu kaufen.