Paris – Der französische Luxusgüterkonzern trennt sich nach fast drei Jahrzehnten von der Modemarke Marc Jacobs. Käufer ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Markenverwalters WHP Global und der Modefirma G-III Apparel. Für die Übernahme wollen die beiden US-Unternehmen bis zu 850 Mio. $ aufbringen. Das Geschäft soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden.
Gründer Marc Jacobs, der das Label 1984 ins Leben rief, wird nach Abschluss der Transaktion als Kreativchef an Bord bleiben. LVMH hatte 1997 die Mehrheit an der Marke erworben. Der Verkauf ist Teil der aktuellen Strategie von LVMH, sich in einem schwierigen Marktumfeld auf die Profitabilität zu konzentrieren. Der Luxussektor leidet derzeit unter den Folgen des Konflikts im Nahen Osten, der den Reiseverkehr beeinträchtigt und die Konsumlaune dämpft. LVMH hatte im vergangenen Monat mitgeteilt, dass der Krieg im Iran den Konzernumsatz im jüngsten Quartal um mindestens 1 % gedrückt habe.
Auch wenn Luxusaktien angesichts der aktuellen geopolitischen Lage nicht im Trend liegen, dürften gerade diese Werte bei einer Normalisierung der Lage wieder deutlich anziehen. Daher halten Bestandsinvestoren hier zunächst weiter durch; (B+).