New York – Meta musste sich in den vergangenen Monaten einige Kritik gefallen lassen. Vor allem die hohen Ausgaben in den KI-Ausbau ließen die Anleger nervös werden. Nun enttäuschte der Medienkonzern mit seinem vorsichtigen Ausblick. Meta stellte für das lfd. 3. Quartal einen Umsatz zwischen 61 und 64 Mrd. $ in Aussicht. Bei der Prognose für die Investitionen in KI-Infrastruktur hob Meta diesmal nur das untere Ende der Spanne von 125 auf 130 Mrd. $ an. Die erwartete Obergrenze bei den Kapitalinvestitionen blieb bei 145 Mrd. $ 2025 gab der Konzern dafür gut 72 Mrd. $ aus.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, Milliarden auszugeben – selbst mit dem Risiko, zu viele Rechenzentren-Kapazitäten aufzubauen. Einige Experten und Anleger zweifeln unterdessen an, ob das Geld wieder zurückverdient werden kann.
Das Geld für den KI-Ausbau liefert nach wie vor das boomende Werbegeschäft des Facebook-Konzerns. Im vergangenen Quartal bis Ende Juni steigerte Meta den Umsatz im Jahresvergleich um 28 % auf 60,8 Mrd. $. Unter dem Strich lag der Gewinn bei 15,85 Mrd. $ – das waren 14 % weniger als ein Jahr zuvor.
Bei Meta wurde bereits zu ersten Gewinnmitnahmen geraten. Den Restbestand lassen Anleger dennoch zunächst im Depot und spekulieren auf den Erfolg von Zuckerbergs Plänen; (B+).
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