New York – Der KI-Boom treibt die Geschäfte des US-Speicherchip-Spezialisten weiter kräftig an. Im 3. Quartal 2025/26 legten die Erlöse um fast drei Viertel auf gut 41,0 Mrd. $ zu. Nach Steuern konnte der Gewinn auf gut 28,0 Mrd. $ verdoppelt werden. Im 4. Quartal rechnet Micron mit einem Umsatz von rund 50 Mrd. $. Zudem soll auch der Gewinn weiter anziehen. Der Gewinn je Aktie wird bei 31 $ angesetzt, im Vorquartal lag dieser bei 25 $ je Aktie.
Micron zählt zu den weltweit wenigen Speicherchipherstellern und beliefert Technologiekonzerne wie Nvidia. Das Unternehmen produziert insbesondere sogenannte DRAM-Speicher (Dynamic Random Access Memory), der in Servern und Smartphones steckt, sowie Flash-Speicher etwa für USB-Sticks. Die Rekordergebnisse und der noch positivere Ausblick für das lfd. Quartal „spiegeln den strategischen Wert von Speicherchips im Zeitalter der KI“, sagte Micron-Chef Sanjay Mehrotra. Sein Unternehmen investiere in Rekordhöhe in Technologie, Produkte und Lieferkapazitäten, um der rasant wachsenden Nachfrage der Kunden gerecht zu werden.
Micron gab zudem 16 neue Verträge mit Kunden wie Rechenzentrumsbetreibern und Automobilherstellern bekannt, die Lieferungen für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren festschreiben. „Nach Abschluss dieser Verträge gehen wir davon aus, dass etwa die Hälfte oder mehr unseres Unternehmensumsatzes auf diese strategischen Kundenvereinbarungen entfallen wird“, so Mehrotra weiter.
Micron setzt die Rally unbeirrt fort und scheint den eingeschlagenen Pfad auch erstmal nicht verlassen zu wollen. Nach den Gewinnmitnahmen lässt man den Restbestand in aller Ruhe weiterlaufen; (B+).