Paris – Das franzöische Pharmaunternehmen hat die Zulassung der EU für ein neues Medikament gegen Multiple Sklerose (MS) erhalten. Dies geschah Monate, nachdem der Antrag des Unternehmens von den US-Arzneimittelbehörden abgelehnt worden war. Sanofi teilte mit, dass das MS-Medikament Cenrifki von der EU-Kommission für die Behandlung der sekundär progredienten Multiplen Sklerose ohne Schübe zugelassen wurde, einem Krankheitsstadium, in dem sich die Behinderung der Patienten stetig verschlimmert. Sanofi kündigte an, Cenrifki, das während seiner Entwicklungsphase unter dem Namen Tolebrutinib bekannt war, noch in diesem Jahr in Deutschland auf den Markt zu bringen.
Die EU-Zulassung folgte auf eine positive Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) Anfang dieses Jahres. Sie basierte auf den Ergebnissen einer späten klinischen Studie. Unterstützende Daten stammten aus zwei zusätzlichen Studien für das Medikament bei schubförmiger Multipler Sklerose, der häufigsten Form der Krankheit.
Die europäische Zulassung erfolgt, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA im Dezember vergangenen Jahres den Antrag von Sanofi für das Medikament abgelehnt hatte. Die Behörde erklärte, dass kein günstiges Nutzen-Risiko-Profil festgestellt werden könne. Unabhängig davon teilte Sanofi mit, dass das Unternehmen in Japan die Zulassung für sein Medikament Wayrilz gegen Immunthrombozytopenie, eine seltene Krankheit, erhalten habe.
Sanofi wird derzeit noch weitgehend von der Börse ignoriert – zu unrecht! Spekulativ orientierte Investoren legen sich hier schon erste Positionen ins Depot. Allerdings ist Geduld gefragt; (A–).