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Neues vom Börsenparkett

Auch wenn die Berichtssaison hierzulande ihren Zenit bereits überschritten hat, legte doch noch das eine oder andere Unternehmen seinen Halbjahresbericht vor. Dabei wurden sowohl positive Nachrichten bekanntgegeben und Prognosen bestätigt, andere Konzerne mussten indes eine rückläufige Entwicklung melden und ihre Ziele korrigieren. 

Friwo kappt Prognose; (B):

Bisher hatte der Hersteller von Power-Supply-Lösungen auf die 2. Jahreshälfte gesetzt, allerdings dürfte die erwartete Erholung etwas auf sich warten lassen. Zwischen Januar und Juni gab der Umsatz auf 26,99 (40,14) Mio. € nach. Der Ebit-Verlust wurde auf –2,6 Mio. € ausgeweitet, nach –385 T€ im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Netto rutschte das Unternehmen zudem mit –2,9 (8,7) Mio. € in die roten Zahlen. Für das Gesamtjahr wird das Management vorsichtiger und avisiert inzwischen einen Umsatz von rund 60 (zuvor: 67–77) Mio. €. Das bereinigte Ebit dürfte dabei in einem niedrigen einstelligen Mio.-€-Bereich negativ ausfallen. Hier wurde bisher ein leicht positives Ergebnis in Aussicht gestellt. 

Mister Spex weitet Verlust aus; (B–):

In den ersten 6 Monaten hat der Brillenhändler aufgrund des schwachen Marktumfelds einen Umsatzrückgang um 10 % auf 87,9 Mio. € verzeichnet.Dank eines höheren Anteils margen-stärkerer Korrekturbrillen verbesserte sich das bereinigte Ebitda dennoch auf 3,8 (2,3) Mio. €. Unterm Strich fiel das Unternehmen mit –13,6 (–11,6) Mio. € indes tiefer in die Verlustzone. Die ausgegebenen Jahresziele bestätigte das Management trotz der bisher schwachen Entwicklung. 

Hapag Lloyd erholt; (B+):

Eine deutliche Erholung in den 3 Monaten zwischen April und Juni stimmte die Reederei bereits zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Im 2. Quartal stieg der Umsatz auf 5,02 (4,63) Mrd. €. Das Ebitda verbesserte sich minimal von 711 auf 712 Mio. €. Hier bremsten vor allem die Kosten in Folge der Schifffahrtskrise im Nahen Osten. Allein in den 3 Monaten beliefen sie sich auf rund 600 Mio. $. Der Nettogewinn sank dennoch deutlich auf 71 Mio. €, nach 263 Mio. € im Vergleichszeitraum. 

Ströer erholt sich; (B+):

Dank einer besseren Entwicklung im 2. Quartal konnte der Werbevermarkter auch auf Halbjahressicht mit 1,04 Mrd. € mehr umsetzen, nach 980,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ebitda fuhr auf 273,0 (266,3) Mio. € vor. Der Nettogewinn verlor indes auf 38,5 (45,1) Mio. €. Für 2026 wird ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren %-Bereich in Aussicht gestellt. Das bereinigte Ebitda soll sich derweil auf Vorjahresniveau (2025: 626 Mio. €) einfinden. 

Secunet Security meldet Ergebnissprung; (B+):

Für die ersten 6 Monate meldet das IT-Sicherheitsunternehmen deutlich bessere Ergebnisse: Während der Auftragseingang auf 287,4 (160,8) Mio. € zulegte, zog der Umsatz um 19,2 % auf 204,7 Mio. € an. Das Ebit schwoll auf 8,7 (7,2) Mio. € an. Netto stand mit 5,9 Mio. € ein Gewinnanstieg um 17,3 % in der Bilanz. Angesichts der starken Entwicklung hat das Management die Guidance für 2026 nochmals bestätigt. 

HelloFresh verdient weniger; (B–):

Der Kochboxenversender hat im 2. Quartal mit 1,5 (1,7) Mrd. € weniger umgesetzt. Während sich die Segmente Kochboxen und Fertiggerichte schwächer entwickelten, konnte der Bereich Sonstige, das die neueren Unternehmungen in den Bereichen Premium-Fleisch, -Fisch und -Meeresfrüchte sowie Tiernahrung umfasst, besser abschneiden. Der Nettogewinn brach dabei auf 2,5 (13,3) Mio. € ein. Trotz der schwachen Entwicklung hat der Vorstand die Ziele für 2026 nochmals bestätigt (vgl. ES 20/26), wobei der währungsbereinigte Umsatzrückgang eher Richtung 6 % tendiert, bei einer Spanne von insgesamt –3 bis –6 %. 

Electrovac beendet Rekordjahr; (B+):

Das Geschäftsjahr 2025/26 (per 31. März) konnte der Spezialverpackungshersteller mit einem Umsatzanstieg von 98,2 auf 118,0 Mio. € abschließen. Das Ebit sprang auf 14,0 (9,1) Mio. € an, während mit 9,6 Mio. € netto ebenfalls mehr in den Büchern stand. Im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen hier noch 5,2 Mio. €. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit einem Ebit zwischen 11 und 12 Mio. €, da Einmalaufwendungen aus dem IPO belasten. 

Aumann bestätigt Ziele; (B+):

Mit einem Erlöserückgang auf 70,6 (108,3) Mio. € beendete der Hersteller von Automatisierungslösungen und Robotikanwendungen das 1. Halbjahr 2026. Während es im Bereich E-Mobility deutlich schlechter lief, konnte das Segment Next Automation wachsen. Das Ebitda verlor auf 7,4 (11,4) Mio. € und unterm Strich gab der Gewinn auf 3,67 (6,37) Mio. € nach. Trotz der schwachen Entwicklung hält das Management an den Jahreszielen fest: Der Umsatz soll bei rund 160 (204) Mio. € und die Ebitda-Marge zwischen 6,0 und 8,0 (13,8) % landen. 

Steyr Motors streicht  Ausblick; (B):

Der Halbjahresbericht des Motorenherstellers ist zwar für den 19. August (nach Redaktionsschluss) angekündigt, es ist jedoch schon klar, dass rund 10 Mio. € geplanter Umsatz in den ersten 6 Monaten nicht realisiert werden konnten. Dieser lag vorläufigen Berechnungen zufolge bei 22,8 (23,1) Mio. €. Für 2026 wird aufgrund von Auftragsverschiebungen inzwischen mit Erlösen zwischen 56 und 61 (bisher: 75–95) Mio. € gerechnet. Die Ebit-Marge soll sich dabei in der Bandbreite von 8 bis 12 (zuvor: mindestens 15) % einfinden. Auch die für 2027 in Aussicht gestellten Zielvorgaben sind nicht mehr haltbar und wurden zunächst ersatzlos gestrichen. Bislang wurden Erlöse von 140 (2025: 48,5) Mio. € sowie ein Ebit von 40 (2025: 5,8) Mio. € anvisiert.