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Neues vom heimischen Börsenparkett

Die Q1-Berichtssaison ist voll in Fahrt. Während in den USA der Peak bereits erreicht wurde, legen die Unternehmen hierzulande gerade erst richtig los. Der ES hat die spannendsten Meldungen Kunz und kompakt zusammengefasst. 

Aumovio reduziert Verlust; (A–):

Bei einem Umsatzrückgang im Q1 auf 4,4 (4,8) Mrd. € fiel der Ebit-Verlust mit –79 (–147) Mio. € dank Kostensparmaßnahmen geringer aus. Auf die Aktionäre entfiel mit –157 (–217) Mio. € jedoch erneut ein Verlust. Für 2026 erwartet der Autozulieferer einen bereinigten Umsatz zwischen 17,0 und 18,5 (18,6) Mrd. €. Die bereinigte Ebit-Marge soll bei 3,5 bis 5,0 (3,9) % landen.

All for One Group passt Guidance an; (B+):

Das 1. Halbjahr per Ende März hat der IT-Dienstleister mit Erlösen von 250,4 (257,6) Mio. € sowie einem Ebit vor M&A-Effekten in Höhe von 6,9 (14,0) Mio. € beendet. Das Periodenergebnis brach um 78 % auf 1,6 Mio. € ein. Da seit März die apsolute Group vollkonsolidiert ist, hat der Vorstand die Ziele für das Gesamtjahr 2025/26 (per Ende September) angepasst. Der Umsatz soll sich nun inklusive der apsolute Group bei 500 bis 530 (503,7) Mio. € einfinden (vorher exklusive). Das Ebit vor M&A-Effekten soll nun ausgeglichen sein, mit einer Schwankungsbreite von 5 Mio. €. Bisher wurden 27,5 bis 34,5 (26,0) Mio. € anvisiert.

Hochtief meldet Rekord; (B+): 

Mit einer neuen Bestmarke beim Auftragsbestand von 79,3 (70,2) Mrd. € beendet der Baukonzern das Auftaktquartal. Auch der Umsatz fuhr auf 9,4 (8,9) Mrd. € vor. Höhere Steuern sorgten indes für einen Rückgang des auf die Aktionäre entfallenden Gewinns auf 210,0 (307,8) Mio. €. Die Jahresprognose wurde derweil bestätigt (vgl. ES 9/26). 

Evonik schwaches Q1; (A–):

Die angespannte Branchenkonjunktur hat dem Spezialchemiekonzern im 1. Jahresviertel einen Erlöserückgang auf 3,43 (3,78) Mrd. € eingebrockt. Das bereinigte Ebitda sank auf 475 (560) Mio. € und der Nettogewinn auf 125 (233) Mio. €. Die Guidance für 2026 hat der Vorstand bestätigt (vgl. ES 7/26).    

Amadeus Fire spürt Investitionszurückhaltung; (B+):

Angesichts des unsicheren Marktumfelds hat der Personaldienstleister im Auftaktquartal die Kundenzurückhaltung zu spüren bekommen. Bei Erlösen von 89,4 (98,2) Mio. € rutschte das Ebitda auf 9,8 (11,1) Mio. € ab. Unterm Strich rutschte das Unternehmen mit –834 (982) T€ sogar in die roten Zahlen. Der Ausblick für 2026 wurde dennoch bestätigt (vgl. ES 14-15/26). 

Stratec Jahresstart wie erwartet; (B+):

Die ersten 3 Monate 2026 beendete der Labordienstleister zwar mit einem Erlöserückgang auf 53,4 (60,4) Mio. €, an den Jahreszielen wurde jedoch nichts geändert (vgl. ES 14-15/26). Negative Skaleneffekte drückten das bereinigte Ebit auf 0,69 (5,36) Mio. €. Mit einem bereinigten Konzernverlust in Höhe von –1,11 (3,16) Mio. € sah das Unternehmen sogar rot. 

SGL Carbon erzielt Gewinn; (B+):

Die Aufgabe defizitärer Geschäfte sowie die schwache Halbleiternachfrage sorgten bei dem Graphit-Spezialisten im Q1 für einen Umsatzrückgang auf 184,5 (243,3) Mio. €. Nach Abschluss der Restrukturierung von Carbon Fibers schaffte SGL mit einem Konzerngewinn von 5,9 (–6,1) Mio. € den Turanround. An dem Ausblick für 2026 wurde nicht gerüttelt (vgl. ES 13/26).  

Lufthansa bestätigt Ziele; (B+):

Trotz höherer Kerosinkosten sowie einer möglichen Treibstoffknappheit hat die Airline im 1. Jahresviertel mit 8,7 (8,1) Mrd. € mehr umgesetzt. Unterm Strich konnte der Konzernverlust auf –665 (–885) Mio. € abgebaut werden. Für das lfd. Jahr erwartet die Lufthansa einen „klaren Anstieg“ der Erlöse (Vj.: 39,6 Mrd. €) sowie ein bereinigtes Ebit „deutlich über dem Vorjahr“ (2025: 1,96 Mrd. €).

Masterflex auf Kurs; (A–):

Anlaufinvestitionen im Zuge der internationalen Expansion sorgten im Q1 für einen stabilen Umsatz mit 27,4 (27,5) Mio. €. Das Ebit legte leicht auf 4,5 (4,4) Mio. € und der auf die Aktionäre entfallende Gewinn auf 3,15 (3,04) Mio. € zu. Bei den Zielen sieht sich das Management auf einem guten Weg, sie zu erreichen (vgl. ES 16/26).