Immer mehr Unternehmen stellen erste Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den ersten Ausblicken auf fas laufende Jahr. Hier hatten einige Unternehmen Überraschungen im Gepäck.
Fraport mit Licht und Schatten; (B+):
Im vergangenen Jahr hielt der Betreiber des Frankfurter Flughafens den Umsatz mit 4,4 Mrd. € stabil. Das Ebitda legte leicht auf 1,4 (1,3) Mrd. € zu. Abschreibungen und höhere Zinsen drückten das Konzernergebnis jedoch auf 468,1 (501,9) Mio. €. Nachdem die Aktionäre im vergangenen Jahr auf eine Dividende verzichten mussten, sollen der HV am 12. Mai wieder 1,00 € je Aktie vorgeschlagen werden. Für 2026 werden ein Ebitda von 1,5 Mrd. € sowie ein Konzernergebnis zwischen 300 und 400 Mio. € in Aussicht gestellt.
Mutares steigert Gewinn; (B):
Ersten Berechnungen zufolge steigerte die Beteiligungsholding ihren Umsatz in 2025 auf 6,5 (5,3) Mrd. €. Das Ebitda sprang unter anderem Dank des Anteilsverkaufs bei Steyr Motors auf 733,5 (117,1) Mio. €. Auch unterm Strich stand mit 130,4 (108,3) Mio. € mehr in der Bilanz. Auch wenn der vollständige Bericht für den 28. April angekündigt ist, hat der Vorstand bereits eine Prognose für 2026 ausgegeben. Während der Umsatz im laufenden Jahr auf 7,9 bis 9,1 Mrd. € anwachsen soll, wird mit einem Jahresüberschuss von 165 bis 200
Mio. € gerechnet. Bis 2030 sollen sowohl die Erlöse als auch das Nettoergebnis um 25 % anwachsen.
Evotec forciert Umbau; (B+):
Der Pharmawirkstoffforscher und -entwickler Evotec treibt seinen Umbau mit weiteren Kostensenkungen voran. Mit dem Abbau von Stellen und der Reduzierung von Standorten sollen die laufenden Kosten bis Ende 2027 um rund 75 Mio. € reduziert werden. Für das vergangene Geschäftsjahr wird nach vorläufigen Zahlen ein Umsatz von 788,0 (797,0) Mio. € sowie ein bereinigtes Ebitda von 41,0 (22,6) Mio. € ausgewiesen. Die endgültigen Zahlen sind für den 8. April angekündigt.
K+S wird zuversichtlicher; (B+):
Bei konstanten Umsätzen von 3,65 Mrd. € kletterte das Ebitda in 2025 von 558 auf 613 Mio. €. Unterm Strich verbuchte der Düngemittelkonzern jedoch einen Verlust von –1,13 Mrd. (3,6 Mio.) €. Grund dafür waren nicht zahlungswirksame Abschreibungen in Höhe von rund 1,6 Mrd. € auf das Kali- und Magnesiumgeschäft. Ohne Berücksichtigung der Wertminderungseffekte hätte der bereinigte Konzerngewinn nach Steuern 125,5 (3,6) Mio. € betragen. Die Aktionäre müssen sich mit einer abgespeckten Dividende auf 0,07 (0,15) € je Aktie zufriedengeben (HV: 12. Mai). Dank einer erwarteten Erholung der Kalipreise und einer höheren Nachfrage peilt das MDAX-Unternehmen für 2026 ein Ebitda von 600 bis 700 Mio. € an.
IBU-tec strebt Wachstum an; (A–):
Für die kommenden Jahre hat sich das Unternehmen Wachstum auf die Agenda geschrieben. Für das angelaufene Jahr wird mit Erlösen von 37 bis 39 Mio. € gerechnet, während für 2025 44,5 bis 45,0 Mio. € erwartet werden. Die Ebitda-Marge soll zwischen 7,0 und 10,0 (2025e: 10,5–11,0) % landen. Bis 2030 wird dann mit einem Umsatz zwischen 120 und 140 Mio. € geplant. Die Ebitda-Marge soll sich dann zwischen 13 und 15 % einfinden.
Brenntag setzt den Rotstift an; (B+):
Bereits in der vergangenen Woche hatte der Chemikalienhändler erste Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr gemeldet und eine Dividendenkürzung angekündigt (vgl. ES 11/25). Für das aktuelle Geschäftsjahr plant das DAX-Unternehmen weiterhin mit einem bereinigten Ebitda von 1,15 bis 1,35 (1,29) Mrd. €. Aufgrund der wirtschaftlichen Herausforderungen will Brenntag seinen Sparkurs verschärfen und bis 2027 zusätzliche 200 bis 250 Mio. € einsparen.
Instone kürzt Dividende; (B):
In 2025 gab der bereinigte Umsatz des Immobilienunternehmens auf 504,4 (527,2) Mio. € nach. Das bereinigte Ebit sank auf 51,1 (57,5) Moi. € und nach Steuern verdiente Instone 31,6 (36,9) Mio. €. Der HV am 3. Juni soll eine auf 0,43 (0,50) € je Aktie gekürzte Dividende vorgeschlagen werden. Für 2026 stehen bereinigte Erlöse von 550 bis 600 Mio. € sowie ein Gewinn nach Steuern von 35 bis 40 Mio. € auf dem Plan.