In den USA hat die Berichtssaison inzwischen ihren Zenit überschritten. Auch hierzulande hat das Gros der Unternehmen bereits ihre Ergebnisse für die 1. Jahreshälfte präsentiert. Einige Unternehmen konnten dabei positiv überraschen und hatten sogar eine Prognoseanhebung im Gepäck.
KSB sammelt mehr Orders ein; (B+):
Der Pumpen- und Armaturenhersteller hat in den ersten 6 Monaten den Auftragseingang auf 1,9 (1,7) Mrd. € gesteigert. Der Umsatz hielt sich dabei mit 1,47 (1,46) Mrd. € mehr oder weniger stabil. Eine schwächere Nachfrage im Ersatzteilgeschäft drückte das Ebit jedoch auf 98,4 (108,0) Mio. €. Auf die Aktionäre entfiel nach Steuern ein Gewinn in Höhe von 48,0 (57,8) Mio. €. An den Zielen für das laufende Jahr hält der Vorstand weiterhin fest.
Allgeier setzt Wachstum fort; (A–):
Ersten Berechnungen zufolge setzte der IT-Dienstleister zwischen Januar und Juni 162 (147) Mio. € um. Das bereinigte Ebitda dürfte auf 17,6 (16,6) Mio. € zulegen. Im 1. Halbjahr wurde die Allgeier Engineering GmbH veräußert, daher erwartet der Konzern für 2026 für die fortgeführten Geschäftsbereiche Erlöse zwischen 335 und 375 Mio. €. Das bereinigte Ebitda soll sich dabei in der Spanne von 46 und 52 Mio. € einfinden.
Porsche SE meldet Gewinneinbruch; (B+):
Die schwache Entwicklung der Kernbeteiligungen VW und Porsche AG haben der Holding im 1. Halbjahr einen Rückgang des angepassten Konzernergebnisses nach Steuern auf 0,9 (1,1) Mrd. € eingebrockt. Für 2026 wird dennoch weiterhin mit einem angepassten Konzernergebnis nach Steuern zwischen 1,5 und 3,5 (2,9) Mrd. € gerechnet.
RTL Group steigert Gewinn; (B+):
Auch auf Halbjahressicht hat der TV-Konzern die Werbeflaute zu spüren bekommen. Rückenwind kam jedoch vom Streaming-Geschäft, wodurch der Umsatz konzernweit auf 2,89 (2,78) Mrd. € zulegte. Das bereinigte Ebita sprang sogar um 49,4 % auf 239 Mio. € an. Auf die Aktionäre entfiel mit 45 (31) Mio. € ebenfalls ein höherer Gewinn. Wegen der Übernahme von Sky Deutschland die im Juni abgeschlossen wurde, hat RTL zudem die Umsatzprognose für 2026 angehoben. Die Erlöse sollen nun auf rund 7,1 bis 7,2 (zuvor: 7,0–7,1) Mrd. € steigen. Das bereinigte Ebita soll derweil weiterhin bei 725 (Vj.: 661) Mio. € landen.
Cancom spürt Verzögerungen; (A–):
Dass sich die Kunden bei Investitionsentscheidungen zurückhalten, hat dem IT-Dienstleister in den ersten 6 Monaten zu schaffen gemacht. Der Umsatz gab von Januar bis Juni auf 775,9 (803,8) Mio. € nach. Der eingeschlagene Sparkurs schob das Ebit dennoch auf 17,8 (5,6) Mio. € an. Auch unterm Strich verdiente das Unternehmen mit 11,3 (2,7) Mio. € deutlich mehr. Die Guidance für das laufende Jahr hat der Vorstand nochmals bestätigt: Während der Umsatz auf 1,75 bis 1,85 (1,71) Mrd. € ansteigen soll, wird beim Ebitda mit 110,0 bis 130,0 (102,7) Mio. € gerechnet.