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Neuigkeiten vom deutschen Börsenparkett

Auch wenn die Berichtssaison nun langsam ausläuft und ein Ende findet, haben doch noch einige Unternehmen Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 vorgestellt. Dabei gab es die eine oder andere Überraschung – ein Großteil der Unternehmen bestätigte jedoch, trotz teils schwachen Jahresstarts, ihre Prognosen für das laufende Gesamtjahr. 

Aumann auf Kurs; (B+):

Die strategische Ausrichtung auf neue Wachstumsmärkte wie Clean Tech, Aerospace und Life Science zahlt sich für den Hersteller von Automatisierungslösungen und Robotikanwendungen langsam aber sicher aus. Während sich die Nachfrage im Segment E-Mobility deutlich schwächer entwickelte stieg der Auftragseingang im Q1 in den Wachstumsbereichen um 
127,9 % auf 19,4 Mio. €. Auf Konzernebene sammelte Aumann jedoch mit 147,5 (200,1) Mio. € weniger Orders ein. Der Umsatz gab in den 3 Monaten auf 37,3 (60,5) Mio. € nach und das Ebita verlor auf 4,0 (6,6) Mio. €. Die entsprechende Marge konnte jedoch mit 10,8 (10,9) % stabil gehalten werden. Netto verdiente Aumann mit 2,0 (3,9) Mio. € ebenfalls weniger. Die Ziele für 2026 haben weiterhin Bestand (vgl. ES 13/26). 

Singulus meldet Prognose; (B):

Der Maschinenbauer hat Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 vorgestellt. In den 3 Monaten wurde mit 21,8 (16,4) Mio. € mehr umgesetzt. Das Ebit sprang auf 2,2 (0,5) Mio. € an. Weitere Ergebnisse veröffentlichte das Unternehmen nicht. Für 2026 rechnet der Vorstand indes mit einer deutlichen Verbesserung der Lage und peilt Erlöse in Höhe von 83,0 (48,3) Mio. € an. Das Ebit soll im unteren einstelligen positiven Mio.-€-Bereich landen (2025: –11,7 Mio. €).

Fraport belastet; (B+):

Die Streiks bei der Lufthansa haben das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen im April geschmälert. Die Zahl der Fluggäste sank demnach auf 4,8 Mio., ein Minus von 11 %. Das Frachtvolumen sank ebenfalls streikbedingt um 0,6 % auf 168.526 Tonnen. Die internationalen Fraport-Flughäfen legten derweil vereinzelt zu, was der Konzern unter anderem damit begründete, dass im Vorjahr die Osterferien komplett in den April fielen. Insgesamt zählte das Unternehmen im April 12,2 Mio. Gäste – ein Rückgang um 6,2 %. 

EnBW verdient weniger; (B):

Von Januar bis März hat das Energieunternehmen weniger verdient. Während das bereinigte Ebitda in den 3 Monaten auf 1,16 (1,41) Mrd. € nachgab, sackte der bereinigte Konzernüberschuss auf 227,2 (442,3) Mio. € ab. An der Prognose für das Gesamtjahr wurde jedoch nicht gerüttelt (vgl. ES 14-15/26). 

hGears bestätigt Ziele; (B–):

Im Auftaktquartal 2026 setzte der Getriebe- und Komponentenhersteller mit 23,4 Mio. € insgesamt 6,9 % weniger um. Das bereinigte Ebitda rutschte mit –0,2 (0,7) Mio. € sogar in die roten Zahlen. Weitere Ergebnisse gab das Unternehmen nicht aus, bestätigte aber die Guidance für 2026 (vgl. ES 14-15/26).  

Viscom setzt auf weiteren Jahresverlauf; (B):

Im Auftaktquartal 2026 kam der Inspektionsspezialist nicht wirklich in Schwung. Zwar legte der Auftragseingang um 7 % auf 21,8 Mio. € zu, da ein Großteil jedoch erst im weiteren Jahresverlauf abgearbeitet und damit umsatzwirksam wird, sanken die Erlöse im Q1 um 27,4 % auf 14,4 Mio. €. Das Ebit gab von 24 T€ im Vergleichszeitraum auf –3,99 Mio. € nach. Auch unterm Strich weitete sich der Verlust auf –4,67 Mio. € aus, nach –335 T€ im Vorjahresquartal. Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr hat der Vorstand trotz des schwachen Jahresstarts nochmals bestätigt (vgl. ES 9/26).

Delignit meldet Eckdaten; (B+):

Trotz einer schwachen Entwicklung im Segment Automotive wuchs der Umsatz des Anbieters von holzbasierten Systemlösungen im Auftaktquartal um 4 % auf 18,1 Mio. €. Die Ebitda-Marge setzte indes auf 6,4 (6,7) % zurück. Weitere Kennzahlen veröffentlichte das Unternehmen zwar nicht, bestätigte aber die Ziele für 2026 (vgl. ES 16/26). 

MAX Automation spürt Erholung; (B+):

Die Beteiligungsholding verzeichnete in den ersten 3 Monaten eine Erholung im Vergleich zum Vorjahr und sammelte mit 86,9 (77,0) Mio. € mehr Orders ein. Der Umsatz kletterte auf 82,6 (69,5) Mio. € und das Ebitda sprang auf 3,3 (0,1) Mio. € an. Weitere Kennzahlen gab das Unternehmen derweil nicht aus. Angesichts des positiven Jahresauftakts hat der Vorstand jedoch die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt (vgl. ES 13/26).