Sich wenn die Berichtssaison diesseits und jenseits des Atlantiks mehr oder weniger beendet ist, haben einige Unternehmen, vor allem aus der zweiten und dritten Börsenreihe, noch Ergebnisse für die ersten 3 Monate 2026 präsentiert. Dabei hatte der eine oder andere Überraschungen im Gepäck.
Nynomic startet positiv; (B+):
Das 2025 umgesetzte Effizienzprogramm NyFIT2025 zeigt erste Wirkung. Ersten Berechnungen zufolge steigerte der Messtechnikspezialist in den ersten 3 Monaten den Auftragsbestand auf 55,6 (45,2) Mio. €. Der Umsatz kletterte auf 22,3 (20,6) Mio. € und das Ebit schaffte mit 0,1 (–0,9) Mio. € den Turnaround. Für 2026 stehen Erlöse von 100,0 bis 105,0 (vorl. 2025: 92,6) Mio. € auf dem Kurszettel. Die Ebit-Marge soll sich zwischen 6 und 8 (vorl. 2025: 2) % einfinden. Der vollständige Geschäftsbericht für das vergangene Jahr ist noch für Mai angekündigt.
Seven Principles erwartet weniger; (B):
In 2025 sank der Umsatz des IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens auf 59,6 (66,2) Mio. €. Das Ebitda verbesserte sich hingegen leicht auf 2,4 (2,3) Mio. € und unterm Strich hielt sich der Gewinn mit 1,3 (1,4) Mio. € halbwegs stabil. Für 2026 stellt der Vorstand Erlöse zwischen 56 und 61 Mio. € sowie ein Ebitda zwischen –1,0 und +1,0 Mio. € in Aussicht.
Mediclin schafft Turnaround; (B):
Im Auftaktquartal fuhr der Umsatz des Klinikbetreibers auf 186,9 (176,9) Mio. € vor. Das Ebit zog auf 9,3 (5,2) Mio. € an und unterm Strich schaffte der Konzern mit 3,5 Mio. € den Turnaround. Im Vergleichszeitraum stand noch ein Verlust in Höhe von –97 T€ in den Büchern. Die Guidance für 2026 hat weiterhin Bestand (vgl. ES 16/26).
R. Stahl dämmt Verlust ein; (B):
Mit einem stabilen Umsatz von 73,4 (73,3) Mio. € schloss der Experte für Explosionsschutz das 1. Quartal ab. Das Ebitda vor Sondereinflüssen fuhr derweil auf 6,7 (3,7) Mio. € vor. Der Konzernverlust konnte immerhin auf –0,3 (–2,5) Mio. € abgebaut werden. Die Ziele für das laufende Jahr haben weiterhin Bestand (vgl. ES 17/26).
Cenit erreicht Gewinnzone; (B+):
Die Transformation bei dem IT-Dienstleister schreitet weiter voran und zeigt Erfolge. Von Januar bis März entwickelte sich vor allem das Geschäft mit eigener Software besser und schob so den Konzernumsatz auf 52,5 (51,5) Mio. € an. Das Ebitda fiel mit 5,0 (–2,4) Mio. € ebenfalls deutlich besser aus und auch unterm Strich schaffte Cenit mit 2,7 (–5,1) Mio. € den Turnaround. Für 2026 stehen weiterhin Erlöse von 210,0 (209,5) Mio. € sowie ein Ebitda von 18,0 (12,3) Mio. € auf dem Kurszettel.
Rhön-Klinikum besser; (B):
Mehr behandelte Patienten sowie eine optimierte ambulante und stationäre Versorgungsstruktur haben dem Klinikbetreiber in den ersten 3 Monaten bessere Ergebnisse beschert. Bei einem Umsatzplus auf 436,1 (414,7) Mio. € fuhr das Ebitda auf 482,1 (457,3) Mio. € vor. Der Konzerngewinn hat sich derweil mit 13,1 (7,3) Mio. € ebenfalls deutlich verbessert. Für das Gesamtjahr stellt der Vorstand eine Erlöseentwicklung von +/–5 % in Aussicht (Vj.: 1,7 Mrd. €). Das Ebitda soll sich zwischen 110 und 125 (105,9) Mio. € einfinden.
Cyan sieht weiter rot; (B):
Mit einem Erlöseanstieg auf 9,2 (7,1) Mio. € hat der IT-Dienstleister das Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen. Das Ebitda schaffte mit 777 T€ sogar den Turnaround. Im Vorjahr musste das Unternehmen hier noch einen Verlust in Höhe von 1,5 Mio. € verbuchen. Nach Steuern verharrte Cyan mit –0,68 (–3,74) Mio. € zwar weiterhin in den roten Zahlen, konnte das Minus hier aber erheblich reduzieren. Für 2026 rechnet das Management mit einer Umsatzspanne von 10,2 bis 11,5 Mio. € sowie einem erneut positiven Ebitda.
Ecotel Communications mit positivem Jahresauftakt; (B):
In den ersten 3 Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist es dem Kommunikationsdienstleister gelungen den Umsatz auf 32,7 (28,6) Mio. € auszubauen. Das operative Ebitda fuhr auf 2,1 (1,9) Mio. € vor, während der Konzernüberschuss von 0,3 auf 0,4 Mio. € leicht zulegte. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit Erlösen zwischen 121,0 und 129,0 (124,3) Mio. € gerechnet. Das operative Ebitda wird zwischen 8 und 9 Mio. € erwartet, nach 8,9 Mio. € in 2025. Zudem soll nach einem ausgeglichenen Nettogewinn in 2025 mit rund 2 Mio. € mehr in der Bilanz stehen.