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Neuigkeiten von der Heimatbörse

Auch in dieser Woche standen noch einige Unternehmensberichte auf der Agenda. Neben positiven, gab es auch einige negative Überraschungen und die eine oder andere Prognoseanpassung. 

Branicks Group  sieht weiter rot; (B–):

Das kriselnde Immobilienunternehmen (ehemals DIC Asset) hat auch im 2. Quartal die laufende Konsolidierung fortgesetzt und besser abgeschnitten, verharrte jedoch weiterhin in den roten Zahlen. Zudem konnten bereits alle in 2025 fälligen Schuldscheindarlehen getilgt werden. Zwischen Januar und Juni gaben die Nettomieteinnahmen dennoch auf 63,4 (77,1) Mio. € nach. Das FFO kletterte indes auf 22,7 (19,4) Mio. €, und der Nettoverlust konnte auf –23,4 (–131,5) Mio. € eingedämmt werden. Für das laufende Übergangsjahr werden weiterhin Bruttomieteinnahmen von 125,0 bis 135,0 (168,9) Mio. € in Aussicht gestellt. Das FFO nach Minderheiten soll zwischen 40,0 und 55,0 (52,2) Mio. € landen.

VIB Vermögen  bestätigt Ziele; (B):

Der mehrheitlich zur Branicks Group gehörende Gewerbeimmobilien-Spezialist steigerte im 1. Halbjahr die Bruttomieteinnahmen um 22,1 % auf 50,2 Mio. €. Das FFO vor Steuern und Minderheiten wuchs dabei um 19,6 % auf 47,8 Mio. €. Büroimmobilien konnten in der Jahreshälfte als 2. Assetklasse neben der Logistik etabliert werden. Das Konzernergebnis kletterte infolgedessen auf 30,7 (22,6) Mio. €. Für das Gesamtjahr werden Bruttomieteinnnahmen von 101,0 bis 105,0 (88,9) Mio. € anvisiert. Das FFO soll sich in der Bandbreite von 78,0 bis 82,0 (79,5) Mio. € einfinden.

FamiCord  schafft Turnaround; (B+):

Die führende Zellbank Europas und die drittgrößte weltweit (vormals Vita34) konnte den Wachstumstrend auch im 10. Quartal in Folge fortsetzen. Auf Halbjahressicht steht ein Umsatzplus von 14,6 % auf 43,58 Mio. € in den Büchern. Das Ebit sprang, unter anderem dank einer anhaltend positiven Entwicklung in den osteuropäischen Märkten und einer hohen Nachfrage nach Dienstleistungen des Unternehmens, auf 776 (–817) T€ an. In den fortgeführten Geschäftsbereichen verbuchte FamiCord zudem ein Periodenergebnis in Höhe von 550 T€, nach –1,44 Mio. € im Vergleichszeitraum. Auf Jahressicht hält der Vorstand weiterhin an den ausgegebenen Zielen fest. Diese sehen neben Erlösen zwischen 85,0 und 95,0 (82,2) Mio. € ein Ebitda in der Bandbreite von 8,7 und 10,3 (8,8) Mio. € vor.

Müller – Die lila Logistik  mit Gewinnrückgang; (B):

Das schwierige Marktumfeld im Bereich Automotive hat dem Logistikdienstleister in den ersten 6 Monaten zu schaffen gemacht. Mit 122,7 Mio. € setzte das Unternehmen 3,1 % weniger um. Dank des aktiven Kostenmanagements und Einsparmaßnahmen fuhr das Ebit indes auf 3,67 (3,58) Mio. € vor. Das Konzernergebnis sackte jedoch auf 1,26 (1,51) Mio. € ab. Für 2025 stehen Erlöse von 245 bis 253 (249) Mio. € sowie ein Ebit in der Bandbreite von 7,0 bis 8,3 (9,2) Mio. € auf dem Kurszettel.

Hermle  Auslandsnachfrage wächst; (B+):

Die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen haben dem Werkzeugmaschinen- und Automationsspezialisten im 1. Halbjahr wie erwartet zu schaffen gemacht. Insgesamt sank der Auftragseingang um 3 % auf 236 Mio. € – während in Deutschland die Orders um 22,9 % nachgaben, stiegen sie im Ausland um 3,3 %. Der Auftragsbestand summierte sich auf 113,1 (98,7) Mio. €. Der Umsatz verlor letztlich dennoch auf 221,6 (241,8) Mio. € und das Ebit auf 15,3 (38,5) Mio. €. Auf die Aktionäre entfiel derweil ein Gewinn von 11,8 (29,8) Mio. €. Da sich die 1. Jahreshälfte aufgrund von Vorzieheffekten besser entwickelte als erwartet, hat der Vorstand die Guidance für 2025 konkretisiert. Beim Umsatz wird im schlechtesten Fall nun mit einem Rückgang von bis zu 15 % gerechnet. Bislang wurde ein Minus von bis zu 25 % nicht ausgeschlossen.   

Daldrup & Söhne  schraubt am Ausblick; (B+):

Ersten Berechnungen zufolge erreichte der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist im 1. Halbjahr ein Ebit in Höhe von rund 2,7 (3,0) Mio. €. Die Ebit-Marge landete dabei bei 12,6 (10,2) % (Bericht: 30. September). Die Gesamtleistung gab auf 21,7 (29,1) Mio. € nach. Aufgrund des sich insgesamt positiv entwickelnden Bohrgeschäfts und der laufenden Umsetzung des Projektcontrollings hat der Vorstand das untere Ende der Prognosespanne der Ebit-Marge angehoben. Für 2025 wird nun mit 10,0 bis 12,0 (12,7) % gerechnet. Bisher wurden 9 bis 12 % in Aussicht gestellt.     

Edag  rutscht ab; (B):

Die Schwäche in der Automobilindustrie hat der Industrieholding auf Halbjahressicht rote Zahlen eingebrockt. Während der Umsatz auf 366,7 (429,2) Mio. € einbrach, krachte das Ebit auf –7,5 Mio. € ein. Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 21,8 Mio. € in der Bilanz. Letztlich musste das Unternehmen einen Nettoverlust in Höhe von –10,2 Mio. € verbuchen, nach einem Gewinn von 10,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für 2025 rechnet das Management inzwischen mit einem Rückgang der Erlöse um 15 %, nachdem 2024 noch 822,0 Mio. € umgesetzt wurden. Die bereinigte Ebit-Marge dürfte mit –3 % negativ ausfallen. Im Vorjahr erreichte Edag hier noch eine Marge von 3,8 %.

Allane  auf Kurs; (B):

Der Leasinganbieter sieht sich beim Erreichen seiner Jahresziele auf Kurs (vgl. ES 25/25). Von Januar bis Juni verzeichnete das Unternehmen einen starken Anstieg der Leasingerlöse und setzte daher mit 396,1 (359,5) Mio. € mehr um. Beim Ebit gelang Allane zudem mit 36,8 (–5,8) Mio. € der Turnaround. Mit 3,36 Mio. € wurde auch beim Konzernergebnis wieder die Gewinnzone erreicht. Im Vorjahreszeitraum sah der Leasinganbieter mit –18,45 Mio. € noch rot.

Rhön-Klinikum  verdient weniger; (B):

Dank eines moderaten Anstiegs der teil- und stationär behandelten Patienten setzte der Klinikbetreiber im
1. Halbjahr mit 833,5 (775,5) Mio. € zwar mehr um, das Ebitda gab jedoch auf 46,7 (49,1) Mio. € nach. Das Konzernergebnis sank auf 14,7 (20,6) Mio. €. Grund für den Rückgang ist vor allem der Wegfall von Mitteln des Gesetzgebers. Auf Jahressicht stellt der Vorstand Erlöse von 1,7 (1,6) Mrd. € in Aussicht, +/– 5 %. Beim Ebitda werden 110,0 bis 125,0 (110,8) Mio. € anvisiert.

Mister Spex  schreibt weiter Verlust; (B–):

Weniger Rabattaktionen zur Steigerung der Profitabilität sowie die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen haben sich bei dem Brillenhändler in den ersten 6 Monaten zwar bemerkbar gemacht, nichtsdestotrotz gab der Umsatz auf 97,6 (118,7) Mio. € nach. Beim Ebit sah das Unternehmen mit –10,6 Mio. € weiterhin rot. Damit konnte das Minus aber, nach –16,5 Mio. € im Verlgeichszeitraum, eingedämmt werden. Der Nettoverlust konnte immerhin auf –11,6 (–17,3) Mio. € reduziert werden. Die im Juni gekappten Ziele für das Gesamtjahr haben weiterhin Bestand (vgl. ES 25/25).