Die Berichtssaison in den USA nähert sich langsam aber sicher ihrem Höhepunkt – hierzulande nimmt sie derweil gerade erst Fahrt auf. Vor allem die Großkonzerne öffnen traditionell zuerst ihre Bücher. Aber auch Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe haben zuletzt erste Ergebnisse vorgestellt – oder ihre Prognosen für das abgelaufene Jahr nochmals korrigiert.
WashTec besser; (A–):
Auch wenn die Ergebnisse des 4. Quartals hinter dem außergewöhnlich starken Vorjahreswerten zurückbleiben, konnte der Waschanlagenbauer im Gesamtjahr 2025 besser abschneiden. Der Umsatz dürfte bei 499,0 (476,9) Mio. € landen und das Ebit bei 49,0 (45,5) Mio. €. Gemeinsam mit dem vollständigen Bericht am 26. März soll auch eine Prognose für 2026 folgen.
Hapag-Lloyd Umleitungen belasten; (B+):
Trotz höherer Transportmengen hat die Container-Reederei in 2025 ersten Berechnungen zufolge weniger verdient. Der Umsatz gab auf 18,6 (19,1) Mrd. € nach. Das Ebit sackte dabei von 2,6 auf 1,0 Mrd. € ab. Als Grund nannte der Konzern die höheren Kosten für die Umleitungen der Schiffe auf die Route um die Südspitze Südafrikas aufgrund der Krisen im Nahen Osten. Das vollständige Zahlenwerk wird am 26. März vorgestellt.
Ecotel Communications verfehlt Prognose; (B):
Der Kommunikationsdienstleister hat ersten Berechnungen zufolge in 2025 mit einem operativen Ebitda von 8,9 (Vj.: 9,5) Mio. € die ausgegebene Guidance von 10,0 bis 11,5 Mio. € verfehlt (Bericht: 19. März). Grund hierfür sind geringere Erlöse aus dem Verkauf von Interessensressourcen, hieß es vom Management. Die übrigen Prognosekennzahlen, die einen Umsatz zwischen 117,0 und 125,0 (2024: 115,5)
Mio. € und einen Gewinn von bis zu 1,0 (2,0) Mio. € beinhalten, haben weiterhin Bestand.
Bike24 steigert Ergebnisse; (B–):
Durch die Erholung in der DACH-Region und dank eines starken Black-Friday-Geschäfts ist es dem Fahrradhändler gelungen, in 2025 einen vorläufigen Umsatz von 289,1 (226,3) Mio. € einzufahren (Bericht: 26. März). Das bereinigte Ebitda konnte mit 14,5 (5,3) Mio. € sogar mehr als verdoppelt werden.
KPS verharrt in der Verlustzone; (B–):
Im Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende September) hat der IT-Dienstleister 121,7 (145,4) Mio. € umgesetzt. Das Ebitda gab auf 5,2 (6,0) Mio. € nach und mit –21,8 (–23,4) Mio. € sah das Unternehmen unterm Strich weiterhin rot. Für das laufende Geschäftsjahr werden Erlöse von 99 bis 110 Mio. € in Aussicht gestellt. Das Ebitda soll sich zwischen 2,0 und 6,7 Mio. € einfinden.
Gesco erwartet weniger; (B):
Wegen einer ungeplant hohen Vorsteuerbelastung dürfte das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter in 2025 geringer ausfallen als bisher erwartet. Konkret rechnet die Industrieholding mit 7,0 bis 10,0 (Vj.: 4,4) Mio. €. Bisher wurden 9 bis 12 Mio. € in Aussicht gestellt (Bericht: 15. April).