Inzwischen nimmt die Berichtssaison hierzulande immer mehr Fahrt auf – während einige Unternehmen bereits ihre endgültigen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr vorstellen, haben andere untestierte Zahlen im Gepäck. Der Fokus der Anleger liegt dabei auch auf dem Ausblick für das laufende Jahr, der angesichts der anhaltenden Unsicherheiten bei dem einen oder anderen vorsichtiger ausfallen dürfte, als erwartet.
Aumann hebt Dividende an; (B+):
Nach bisher untestierten Berechnungen hat der Hersteller von Automatisierungslösungen und Robotikanwendungen im vergangenen Jahr einen Erlöserückgang von 34,7 % auf 204,0 Mio. € verzeichnet. Das Ebitda gab demnach auf 28,2 (35,8) Mio. € nach. Auch wenn der Geschäftsbericht erst für den 31. März angekündigt ist, hat der Vorstand bereits eine Prognose ausgegeben. Für 2026 wird mit Erlösen von rund 160 Mio. € und einer Ebitda-Marge von 6 bis 8 (13,8) % gerechnet. Der HV am 12. Juni soll zudem eine Dividende von 0,25 (0,22) € je Aktie vorgeschlagen werden.
Ludwig Beck etwas besser; (B):
Trotz des angespannten Marktumfelds erlöste der Modekonzern in 2025 mit 74,0 (73,3) Mio. € etwas mehr. Das Ebit landete bei 3,5 (3,4) Mio. € und unterm Strich gelang dem Unternehmen mit 0,1 (–2,9) Mio. € gerade eben der Turnaround. Für 2026 stellt das Management einen Vorsteuergewinn zwischen 0,5 und 1,9 (0,6) Mio. € in Aussicht.
Plan Optik meldet Verlust; (B–):
Der anhaltende Lagerabbau der Großkunden sowie Einmaleffekte haben dem Waferhersteller in 2025 ersten Berechnungen zufolge zu schaffen gemacht (Bericht: 29. April). Während der Umsatz mit 11,3 (11,9) Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau verharrte, brach das Ebit von 1,1 Mio. auf 129 T€ ein. Nach einem Gewinn im Vorjahr in Höhe von 678 T€, krachte das Unternehmen in 2025 mit –59 T€ in die roten Zahlen. Im laufenden Jahr soll der Umsatz um mehr als 1 Mio. € zulegen.
MAX Automation erwartet Stabilisierung; (B+):
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sorgten Projektverschiebungen bei der Beteiligungsholding für einen Umsatzrückgang auf 334,5 (366,0) Mio. €. Das Ebitda sank auf 15,6 (29,3) Mio. € und nach Steuern sah das Unternehmen in fortgeführten Geschäftsbereichen mit –4,4 (9,0) Mio. € rot. In 2026 dürfte sich die Nachfrage fangen und der Vorstand erwartet Erlöse zwischen 320 und 370 Mio. €. Das Ebitda wird in der Spanne von 12 bis 18 Mio. € anvisiert.
HomeToGo weitet Verlust aus; (B–):
Der Ferienwohnungsanbieter setzte in 2025 mit 255,5 Mio. € zwar 20 % mehr um, rutschte unterm Strich jedoch tiefer in die roten Zahlen. Das bereinigte Ebitda verbesserte sich leicht auf 13,2 (12,8) Mio. €, das Periodenergebnis brach jedoch auf –97,9 (–20,1) Mio. € ein. In 2026 will das Management die übernommene Interhome weiter integrieren und plant mit Erlösen von 400 bis 410 Mio. €. Das bereinigte Ebitda soll sich zwischen 45 und 47 Mio. € einfinden.
Ströer bestätigt vorläufige Zahlen; (B+):
Die bereits veröffentlichten untestierten Ergebnisse für das abgelaufene Jahr sowie den Ausblick auf 2026 hat der Werbevermarkter bestätigt (vgl. ES 11/26). Nun hat das Management bekannt gegeben, dass die Dividende für 2025 mit 1,85 (2,30) € je Aktie geringer ausfallen dürfte (HV-Termin folgt). Zudem hat das Unternehmen angekündigt, eigene Aktien für bis zu 50 Mio. € zurückkaufen zu wollen.
Indus Holding schüttet mehr aus; (B+):
Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte das Beteiligungsunternehmen den Umsatz leicht auf 1,74 (1,72) Mrd. €. Das bereinigte Ebita sank indes auf 147,8 (153,7) Mio. €. Nach Steuern stand mit 69,8 (54,7) Mio. € jedoch mehr in den Büchern. Der HV am 3. Juni soll eine auf 1,30 (1,20) € je Aktie angehobene Dividende vorgeschlagen werden. Für 2026 werden derweil Erlöse von 1,80 bis 1,95 Mrd. € sowie ein bereinigtes Ebita von 150 bis 170 Mio. € anvisiert.