Einige Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe haben zuletzt ihre Ergebnisse für die ersten 3 Monate vorgestellt. Der ES hat einige Meldungen im Börsen-Ticker zusammengefasst.
Circus mit Umsatzsprung; (B+):
Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Kochroboter des Unternehmens die Marktreife erreicht und im Abschlussquartal starteten die Auslieferungen. Der Umsatz sprang vorläufigen Berechnungen zufolge in 2025 auf 1,5 Mio. € an, nach 0,25 Mio. € im Vorjahr. Beim bereinigten Ebitda rutschte das Robotik-Unternehmen mit –15,3 (–11,9)
Mio. € indes tiefer in die roten Zahlen. Der vollständige Geschäftsbericht ist für den 30. Juni angekündigt.
FamiCord startet schwächer; (B+):
Die führende Zellbank Europas (vormals Vita34) setzte im Auftaktquartal 2026 mit 21,5 (22,1) Mio. € weniger um. Das Ebitda sank auf 2,2 Mio. €, nach 3,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern konnte der Verlust immerhin auf –219 (–660) T€ reduziert werden. Auf Jahressicht werden Erlöse zwischen 80,0 und 90,0 (88,2) Mio. € in Aussicht gestellt. Das Ebitda wird in einer Spanne von 9,0 bis 11,0 (10,6) Mio. € anvisiert.
YOC Abschreibungen belasten; (B):
Von Januar bis März steigerte der Mobile-Marketing-Spezialist den Umsatz auf 8,0 (7,3) Mio. €. Das Ebitda fiel mit 0,2 (0,1) Mio. € ebenfalls besser aus. Planmäßige Abschreibungen auf vorausgegangene Technologieinvestitionen sorgten indes für einen höheren Verlust von –448 (–443) T€. Für 2026 steht ein Ebitda von 3,0 bis 4,5 (2,4)
Mio. € auf dem Plan. Das Konzernergebnis soll entweder ausgeglichen sein oder bestenfalls 1,5 Mio. € erreichen, nachdem in 2025 –0,4 Mio. € Verlust eingefahren wurden.
Daldrup & Söhne meldet Gewinnsprung; (B+):
Die Verschiebung des Bohrbeginns des Geothermieprojekts in Pullach ins laufende Jahr hat dem Bohrtechnik- und Geothermiespezialisten in 2025 einen Rückgang der Gesamtleistung auf 51,1 (54,6) Mio. € eingebrockt. Eine deutliche Nachfrageerholung im 2. Halbjahr schob das Ebit auf 8,7 (6,9) Mio. € an. Dank der verbesserten Profitabilität sprang der Nettogewinn von 2,5 auf 7,7 Mio. € an. Mit einem Rekordauftragsbestand in Höhe von 128 (31) Mio. € ist das Unternehmen gut aufgestellt für das laufende Jahr und der Vorstand erwartet eine Gesamtleistung von rund 58 Mio. €. Die Ebit-Marge gemessen an der Gesamtleistung soll zwischen 11,5 und 13,5 (17,1) % landen.
Novem Group verdient weniger; (B–):
Zwar war das Abschlussquartal erneut das stärkste Jahresviertel, für das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) verzeichnete der Hersteller von Fahrzeuginnenausstattung ersten Berechnungen zufolge dennoch einen Umsatzrückgang von 5,6 % auf 510,9 Mio. €. Das bereinigte Ebit gab dabei um 35 % auf 31,8 Mio. € nach. Grund waren u.a. die Zölle sowie die damit verbundenen spürbaren Marktunsicherheiten. Der vollständige Geschäftsbericht ist für den 25. Juni angekündigt.
Uzin Utz mit Licht und Schatten; (B):
In den ersten 3 Monaten hat der Bodenbelaghersteller mit 132,2 (124,1) Mio. € zwar mehr umgesetzt, die Verwerfungen an den Energie-, Fracht- und Rohstoffmärkten drückten das Ebit jedoch auf 8,7 (10,2) Mio. €. Auch der Gewinn je Aktie fiel mit 1,10 (1,40) € geringer aus als im Vergleichszeitraum. Aufgrund der Eskalation im Nahen Osten verzichtet der Vorstand vorerst auf eine konkrete Prognose für das Ebit für 2026. Es ist jedoch schon abzusehen, dass die Kennziffer moderat bis stark zurückfahren dürfte. In 2025 erreichte das Ebit 40,4 Mio. €.
Allane positiver Jahresstart; (B):
Der Leasinganbieter ist dank einer gestiegenen Zahl von Vertragsabschlüssen mit einem Umsatzwachstum auf 238,5 (194,5) Mio. € ins neue Geschäftsjahr gestartet. Das Ebitda wurde von 96,1 auf 112,5 Mio. € ausgebaut und auf die Aktionäre entfiel mit 3,88 (2,77) Mio. € ebenfalls mehr Gewinn. Für 2026 avisiert der Vorstand operative Erlöse zwischen 670,0 und 720,0 (574,7) Mio. €. Der Gewinn vor Steuern (Ebt) soll sich in der Bandbreite von 25,0 bis 35,0 (33,7) Mio. € einfinden.
CeoTronics erreicht Rekord; (B+):
Ersten Berechnungen zufolge hat der Spezialist für Audio- und Videosysteme für die Datenübertragung und -kommunikation das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende Mai) mit einem Rekordumsatz von 56,3 (55,8) Mio. € abgeschlossen. Der Auftragseingang legte um 66,2 % auf 74,6 Mio. € zu und der Orderbestand summierte sich auf 78,2 (60,1) Mio. €. Der vollständige Bericht wird am 7. September vorgestellt.
DEAG schwacher Jahresstart; (B):
In den ersten 3 Monaten verbuchte der in Hamburg gelistete Konzertveranstalter saisonalbedingt einen auf 62,13 (66,96) Mio. € rückläufigen Umsatz. Das Ebit rutschte mit –1,26 Mio. € tiefer in die Verlustzone, nachdem bereits im Vergleichszeitraum ein Verlust in Höhe von –741 T€ in den Büchern stand. Auf die Aktionäre entfiel ein Minus von –4,23 (–3,03) Mio. €. Auf Jahressicht rechnet das Management mit Erlösen leicht unter Vorjahresniveau, aber bei rund 400,00 (489,97) Mio. €.
Datagroup kurz vor Delisting; (B–):
Am 30. Juni ist es soweit und der IT-Dienstleister verschwindet von der Börse. Zuvor wurden jedoch noch die Halbjahreszahlen des Geschäftsjahres 2025/26 (per Ende September) vorgestellt. Bei einem Umsatzplus von 2,2 % auf 285,9 Mio. € gab das Ebitda auf 36,8 (41,4) Mio. € nach. Hier machten sich höhere Kosten u.a. für Personal negativ bemerkbar. Netto verdiente das Unternehmen mit 8,2 (11,2) Mio. € ebenfalls weniger.