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News von der Heimatbörse

Zwar ist die Berichtssaison hierzulande mittlerweile mehr oder weniger gelaufen, einige Unternehmen haben dennoch Mitteilungen veröffentlicht. Während die Einen erste Ergebnisse präsentierten, haben Andere ihren Ausblick nochmals bekräftigt. 

 

All for One Group  erste Ergebnisse; (B+):

Nach bisher untestierten Zahlen konnte der IT-Dienstleister seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 (per Ende September) auf 488,0 (452,7) Mio. € ausbauen. Die wiederkehrenden Erlöse kletterten dabei um 11 % auf 266,3 Mio. € und machten insgesamt 55 (53) % des Gesamtumsatzes aus. Das Ebit vor M&A-Effekten fiel aufgrund einer einmaligen Sonderbelastung auf 17,7 (27,3) Mio. € zurück. Bereinigt um diese hätte das Ergebnis bei 26,2 Mio. € gelegen. Das Periodenergebnis verbesserte sich leicht auf 11,2 (11,0) Mio. €. Das finale Zahlenwerk wird am 18. Dezember vorgestellt. Für das Geschäftsjahr 2023/24 wird mit Erlösen zwischen 505 und 525 Mio. € sowie einem Ebit vor M&A-Effekten in einer Spanne von 32 bis 36 Mio. € gerechnet.

Nabaltec  spürt Marktschwäche; (B):

Der allgemeinen Schwäche der Industriewirtschaft konnte sich der Spezialchemiekonzern auf 9-Monatssicht nicht entziehen. Rückläufige Absatzmengen in den Bereichen „Funktionale Füllstoffe“ und „Spezialoxide“ drückten den Umsatz des Unternehmens auf 155,8 (167,2)
Mio. €. Eine Erholung im Q3 im Produktsegment Böhmit konnte den Rückgang nicht abfedern. Das Ebit rutschte um 44,7 % auf 13,1 Mio. € und der Gewinn auf 8,4 (22,4) Mio. € ab. Hier machten sich zusätzlich Sondereffekte negativ bemerkbar. Nachdem 2022 noch mit einem Rekordumsatz (218,8 Mio. €) abgeschlossen werden konnte, erwartet das Management für 2023 einen Erlöserückgang von 4 bis 6 %. Die Ebit-Marge soll sich zwischen 6,0 und 8,0 (13,1) % einfinden.

Francotyp-Postalia  bestätigt Ausblick; (B+):

Der Produzent von Frankier- und Kuvertiermaschinen konnte im Bereich Digital Business Solutions zwar ein Umsatzplus verbuchen, auf Konzernebene zeigten sich die Erlöse mit 182,5 (188,7) Mio. € jedoch leicht rückläufig. Das Ebitda setzte um 0,9 % auf 22,2 Mio. € zurück, während das Konzernergebnis auf 4,5 (6,1) Mio. € verlor. Hier hatten sich im Vorjahr jedoch noch positive Einmaleffekte bemerkbar gemacht. Auf Jahressicht avisiert der Vorstand das untere Ende der ausgegebenen Umsatzsspanne von 245 bis 255 (251) Mio. €. Das Ebitda wird weiterhin in einer Spanne von 28,0 bis 31,0 (27,6) Mio. € erwartet.

NFON  reduziert Verlust; (B+):

Dem Spezialisten für Kommunikationslösungen ist es von Januar bis September gelungen, den Umsatz auf 61,7 (60,4) Mio. € zu steigern. Beim bereinigten Ebitda schaffte das Unternehmem mit 6,0 Mio. € sogar deutlich den Turnaround. Im Vorjahr verbuchte NFON hier noch einen Verlust von –765 T€. Auch unterm Strich konnte der Nettoverlust auf –797 T€ eingedämmt werden, nach –12,5 Mio. € im Vergleichszeitraum. Für 2023 plant das Management mit einem Wachstum der wiederkehrenden Erlöse im mittleren bis oberen einstelligen %-Bereich (2022: 73,6 Mio. €). Das bereinigte Ebitda wird zwischen 7,8 und 8,3 (1,0) Mio. € erwartet.

Wüstenrot & Württembergische  weniger Gewinn; (B+):

Unwetter und teure Kfz-Reparaturen haben den Gewinn in der Schaden- und Unfall-Sparte auf 9,9 (97,9) Mio. € in den ersten 9 Monaten einbrechen lassen. Konzernweit verlor der Überschuss auf 101,1 (179,7) Mio. €. An den zuletzt gesenkten Jahreszielen hält das Management weiter fest (vgl. ES 44/23).

Vita34  verdient mehr; (B+):

Von Januar bis September steigerte die Nabelschnurblutbank den Umsatz von 50,8 Mio. auf 56,7 Mio. €. Beim Ebitda schaffte das Unternehmen mit 3,6 Mio. € sogar den Turnaround. Im Vorjahr stand noch ein Verlust von –1,6 Mio. € in den Büchern. Beim Periodenergebnis konnte das Minus immerhin von –8,06 Mio. € auf –5,83 Mio. € eingedämmt werden. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten peilt das Management weiterhin Erlöse von 75 bis 82 (69) Mio. € an. Beim Ebitda will das Unternehmen mit 5,5 bis 7,0 (–3,6) Mio. € den Sprung in die Gewinnzone schaffen.

TUI  will Angebot ausbauen; (A–):

In den kommenden Jahren will der Reisegigant mit Investitions- und Geschäftspartnern das Hotelangebot weiter ausbauen. Konkret soll die Zahl der unter verschiedensten Namen geführten Häuser von derzeit 424 mittelfristig auf 600 steigen. Unternehmensangaben zufolge zählt der Geschäftsbereich Hotel & Resorts aktuell zu den Wachstumstreibern. Ein Teil der Objekte wird über Hotelfonds finanziert. TUI baut das Portfolio zudem mittels Management- und Franchise-Verträgen stetig aus. Am 6. Dezember präsentiert der Konzern zudem seine Ergebnisse des im September abgelaufenen Geschäftsjahres.

Hermle  optimistischer; (B+):

Der Werkzeugmaschinen- und Automatisierungsspezialist setzte die stabile Entwicklung des 1. Halbjahres auch im 3. Quartal weiter fort. Der Umsatz summierte sich in den ersten 9 Monaten auf 380,9 (316,7) Mio. €. Weitere Ergebniskennziffern gab das Unternehmen zwar nicht aus, aber das Management rechnet nun damit, das obere Ende der in Aussicht gestellten Umsatzprognose erreichen zu können. Für 2023 wird mit einem Erlöseplus von 10 % gerechnet, nach 474,1 Mio. € im Vorjahr.

Voltabox  passt Ausblick an; (B–):

Nach dem ersten Dreivierteljahr hat der Anbieter von Batterielösungen seine Ziele für das Gesamtjahr korrigiert. Der Konzernumbau scheint derweil Früchte zu tragen. Der Umsatz verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 8,0 Mio. €, nach 693 T€ im Vorjahr. Beim Ebitda konnte der Verlust immerhin auf –1,1 (–1,7) Mio. € etwas eingedämmt werden. Unterm Strich verharrte das Ergebnis allerdings ebenfalls weiterhin mit –1,35 Mio. € in den roten Zahlen. Im Vergleichszeitraum standen –2,12 Mio. € in den Büchern. Aufgrund von Liquiditätsproblemen in der Vergangenheit war das Unternehmen Lieferungen nicht nachgekommen und hatte sich zuletzt mit Kunden außergerichtlich auf eine Schadenersatzzahlung von 400.000 € geeinigt. Aufgrund dieser Belastung blickt das Management verhalten auf das Gesamtjahr. Bei den Erlösen werden nun 11,0 (2,98) Mio. € erwartet, statt bisher 12,8 Mio. €. Beim Ebitda wurde bislang mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet. Nun stellt der Vorstand –1,0 (–2,3) Mio. € in Aussicht.

MPH Health Care  dämmt Verlust ein; (B):

Die Beteiligungsgesellschaft hat Ergebnisse für die ersten 9 Monate bekanntgegeben. Der Net Asset Value (NAV) je Aktie landete bei 50,38 (31,87) €. Der Periodenfehlbetrag konnte derweil auf –5,7 (–55,8) Mio. € deutlich eingedämmt werden. Das Unternehmen hat seinen Fokus auf den Gesundheitsmarkt gelegt und ist unter anderem an M1 Kliniken und Haemato beteiligt. Für 2023 rechnet das Management weiterhin mit Erlösen auf Vorjahresniveau, die 2022 bei 285,3 Mio. € landeten.

Haemato  etwas besser; (B):

Das Pharmaunternehmen hat Ergebnisse für die ersten 9 Monate veröffentlicht und konnte das Wachstum fortsetzen. Bei einem Umsatzplus von 12,8 % auf 212,2 Mio. € fuhr das Ebit auf 9,5 (6,7) Mio. € vor. Vor allem der Ausbau des Geschäftsbereichs „Lifestyle & Aesthetics“ sorgte für Wachstum. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr nun mit einem Ebit zwischen 10 und 12 Mio. €. Bisher wurden 6 bis 8 Mio. € in Aussicht gestellt.

MPC Capital  mit 9-Monatszahlen; (B):

Trotz der angespannten und schwierigen Marktsituation ist es dem Finanzdienstleister gelungen, den Umsatz von Januar bis September auf 27,6 (27,1) Mio. € leicht zu steigern. Dabei konnte der Wegfall der Erlöse aus der im Vorjahr veräußerten niederländischen Immobiliengesellschaft durch Wachstum kompensiert werden. Das Ebit rutschte dennoch auf 769 T€ zurück, nach 16,2 Mio. € im Vorjahr. Unterm Strich ging der Gewinn auf 13,6 (26,3) Mio. € zurück. Hier sorgten die Verkaufserlöse im letzten Jahr für ein höheres Ergebnis. Im Bereich Real-Estate konnte das Unternehmen ein Objekt in Berlin für den ESG Wohnimmobilien-Fonds erwerben. Der Vollzug des Erwerbs wird im laufenden Q4 erwartet und soll sich dann auch erlösseitig niederschlagen. Für 2023 wird weiterhin mit Erlösen auf Vorjahresniveau (36,5 Mio. €) gerechnet. Das Konzernergebnis vor Steuern wird zwischen 15,0 und 20,0 (31,2) Mio. € anvisiert.

MediClin  spürt Erholung; (B):

Eine steigende Auslastung bei medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Leistungen sorgte bei dem Klinikbetreiber von Januar bis September für bessere Ergebnisse. Die Erlöse legten auf 547,1 (526,3) Mio. € zu. Das Ebit konnte mt 29,4 Mio. € mehr als verdoppelt werden, nach 10,1 Mio. € im Vergleichszeitraum. Unterm Strich sprang der Gewinn von 4,4 Mio. auf 15,2 Mio. € an. Auf Jahressicht wird weiterhin mit einem Erlöseplus von 3 bis 4 % gerechnet, nach 704,7 Mio. € in 2022. Beim Ebit wird dabei nun das untere Ende der in Aussicht gestellten Spanne von 36 bis 38 Mio. € anvisiert. Im Vorjahr standen 19,5 Mio. € in den Büchern.

Mainz Biomed  weitet Verlust aus; (B–):

Der auch an der Nasdaq gelistete Krebsdiagnostik-Spezialist konnte, dank einer hohen Nachfrage nach dem Früherkennungstest den Umsatz im 3. Quartal auf 181,7 (96,8) Mio. $ verbessern. Trotz der Erreichung wichtiger Meilensteine dückten die anhaltend hohen Kosten das Unternehmen mit –5,6 (–5,5) Mio. $ operativ tiefer in die Verlustzone. Auch unterm Strich sah Mainz Biomed mit –6,3 (–5,6) Mio. $ nach wie vor rot.