New York – Wie denn nun? Das konnten sich Anleger jüngst bei Oracle fragen. Denn Gründer Larry Ellison hat Pläne zum Verkauf von Teilen seiner Oracle-Beteiligung im Wert von bis zu 7,5 Mrd. $ verworfen – nur einen Tag nachdem das Unternehmen die Handelspläne des Milliardärs bekannt gegeben hatte. In einer Erklärung hieß es, dass Ellison seine Absicht geändert habe. “Es wurden keine Oracle-Aktien im Rahmen dieses Plans verkauft, und er hat keine weiteren Pläne, seine Oracle-Aktien zu verkaufen”. Der Oracle-Mitbegründer hält seit den 1970er-Jahren an seinem sehr großen Anteil an Oracle fest.
Aus der Einreichung ging hervor, dass Ellison am 22. Juni einen Plan beschlossen hatte, bis zu 50 Mio. Oracle-Aktien abzustoßen, was zu den jüngsten Kursen einem Wert von etwa 7,5 Mrd. $ entsprach. Der Einreichung zufolge plante er, den Verkauf der Aktien bis zum 24. Oktober abzuschließen. Ellison gehört zu den reichsten Menschen der Welt, ist womöglich aber auch einer der am stärksten verschuldeten Einzelpersonen – ein Großteil seines Vermögens ist an seine Oracle-Beteiligung gebunden. Eine Analyse des Wall Street Journal ergab, dass etwa 24 % seines Nettovermögens von rund 200 Mrd. $ als Sicherheit hinterlegt waren.
Oracle hatte sich nach den positiven Quartalszahlen in der vergangenen Woche wieder erholt. Nach Gewinnmitnahmen lässt man den Restbestand entsprechend weiterlaufen; (B+).