New York – Entgegen der allgemeinen Marktbefürchtungen hat der Cybersecurity-Anbieter im 3. Quartal 2025/26 (per Ende April) einen höheren Umsatz verbucht und seinen Ausblick angehoben, da die Kunden angesichts der erhöhten Bedrohungen durch KI-Modelle ihre Cybersicherheit weiter ausbauen.
CEO Nikesh Arora gab zudem an, die Ergebnisse würden zeigen, dass die Befürchtungen einer sogenannten „SaaS-Pokalypse“, bei der KI-native Firmen etablierte Softwareanbieter verdrängen werden, in Bezug auf die Cybersicherheitsbranche unbegründet seien. „Tatsächlich führen die Fähigkeiten dieser Modelle, insbesondere im Cyberbereich, zu einem erneuerten Interesse unserer Kunden, deutlich modernere Lösungen einzusetzen, was eher als Rückenwind für die Cybersicherheitsbranche wirkt als deren Todesstoß zu sein,“ so Arora.
Den Umsatz steigerte der Konzern im Berichtszeitraum auf 3,00 (2,29) Mrd. $. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit modernen Sicherheitslösungen. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) in diesem Bereich schnellten um 60 % auf 8,1 Mrd. $ nach oben. U.a. die hohen Investitionskosten ließen das Ergebnis nach Steuern allerdings mit –177 Mio. $ in die Verlustzone rutschen. Im Vorjahr hatte hier noch ein Gewinn von 262 Mio. $ in der Bilanz gestanden.
Das Unternehmen erwartet nun einen Jahresumsatz von rund 11,42 Mrd. $, das wäre ein Zuwachs von knapp 24 %.
Nach dem steilen Kurssprung kann man bei Palo Alto durchaus erste Gewinne absichern. Der Restbestand fördert weiter; (B+).