New York – Nicht nur hierzulande treffen die Sparpläne innerhalb der Gesundheitsreform der Bundesregierung auf Kritik. Auch Pfizer-Vorstandschef Albert Bourla hat das Vorhaben scharf kritisiert und geht sogar noch einen Schritt weiter: Er stellt etwaige Investitionen in die deutschen Werke auf den Prüfstand. „Die Sparpläne erschwerten langfristige Investitionen und gefährdeten die nötige Planungssicherheit“, so der Manager Pfizer beschäftigt in Deutschland mehr als 3.000 Menschen und betreibt einen wichtigen Standort in Freiburg. Für globale Unternehmen seien Investitionsentscheidungen „von der Zuverlässigkeit, Transparenz und Beständigkeit des politischen Umfelds bestimmt“, so Bourla weiter. Nun würden die Bedingungen neu bewertet.
Auch der US-Pharmakonzern Eli Lilly teilte jüngst mit, dass er wegen der Sparpläne eine Investition von 2,5 Mrd. $ in einen neuen Standort im rheinland-pfälzischen Alzey halbieren will.
Für Pfizer wie auch für Eli Lilly dürften die gestrichenen Investitionen zwar kaum Auswirkungen haben, für den Wirtschafts-Standort Deutschland allerdings schon. Entsprechend sollte die Bundesregierung auf die Warnungen der Pharmabranche hören!