New York – Der US-Chiphersteller hat die Anleger mit einem verhaltenen Gewinnausblick auf das 4. Quartal enttäuscht. In den 3 Monaten per Ende Juni musste der Konzern einen Umsatzrückgang auf 9,95 (10,37) Mrd. $ hinnehmen. Hier machte sich vor allem die Schwäche im Smartphone-Markt bemerkbar. Der Anteil von Qualcomm-Komponenten beim nächsten iPhone werde wegen der Lieferengpässe deutlich unter die bisher geschätzten 20 % fallen. Im Q3 sank der Umsatz allein in der für Smartphones zuständigen Handset-Sparte um 20 % auf 5,09 Mrd. $. Konzernweit gab der Nettogewinn auf 2,0 (2,7) Mrd. $ nach. Um die Margen wieder anzuheben plant der Konzern mit Preiserhöhungen ab dem 1. September. „Wir geben lediglich die erheblichen Kostensteigerungen weiter, die wir verzeichnen“, so CEO Cristiano Amon. Für das Q4 stehen derweil Erlöse zwischen 9,7 und 10,5 (11,3) Mrd. $ sowie ein Gewinn je Aktie von 1,22 bis 1,42 (–2,89) $ auf dem Kurszettel. Angesichts der Schwäche im Smartphone-Markt treibt Qualcomm die Expansion in das Geschäft mit Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) voran. Bis zum Geschäftsjahr 2027 peilt das Unternehmen hier einen Umsatz von 5 Mrd. $ an. „Wir haben Apple quasi durch Rechenzentren ersetzt“, erklärte Amon.
Mit dem Ausblick auf das Abschlussquartal konnte Qualcomm am Markt zwar nicht punkten, hier bleibt man jedoch langfrsitig an Bord; (B+).