New York – Wegen der massiven Belastung durch sogenannte Ewigkeits-chemikalien geht die australische Regierung juristisch gegen den US-Chemiekonzern vor. Der Staat fordert nach eigenen Angaben mehr als 2 Mrd. AUD Schadenersatz wegen der Kontamination durch PFAS-haltigen Löschschaum auf Militärstützpunkten. Es handelt sich laut Regierung um die größte Schadensersatzforderung, die Australien je eingereicht hat. Die Klage richtet sich gegen den US-Mischkonzern und dessen australische Tochtergesellschaft.
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) werden wegen ihrer wasser-, fett- und hitzebeständigen Eigenschaften seit Jahrzehnten u.a. in Löschschaum, Pfannenbeschichtungen und Outdoor-Produkten verwendet. Die Stoffe bauen sich in der Umwelt und im Körper kaum ab und werden deshalb auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt. Der US-Konzern sieht sich hierbei weltweit mit Tausenden Klagen wegen PFAS-Belastungen konfrontiert. In den USA hatte sich 3M im Jahr 2023 bereits auf einen milliardenschweren Vergleich mit Wasserversorgern geeinigt.
Die jüngste PFAS-Klage ist nicht die erste ihrer Art für 3M. Entsprechend gering fiel die Reaktion am Markt aus. Angesichts der gerade wieder eingeleiteten Erholung, kann man hier durchaus noch Stücke einsammeln; (A–).