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Salzgitter hat Gewinn im Visier

Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern hat  seinen Verlust im vergangenen Jahr deutlich eingedämmt und will in 2026 wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Nach vorläufigen Zahlen lag der Außenumsatz in 2025 bei 9,0 (10,0) Mrd. €. Der Verlust vor Steuern konnte deutlich auf –28 (–296) Mio. € eingedämmt werden und fiel noch geringer aus als im November von Salzgitter befürchtet. Hier war man von –50 bis –100 Mio. € ausgegangen. 

Für das lfd. Geschäftsjahr rechnet der Vorstand nur mit einer moderaten Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Trotzdem soll der Umsatz auf rund 9,5 Mrd. € steigen. Der Vorsteuergewinn wird in einer Bandbreite von 75 bis 175 Mio. € anvisiert. Die geplante Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) ist in den Zielen noch nicht berücksichtigt. Für den 23. März sind die endgültigen Zahlen angekündigt.

Außerdem übernimmt Salzgitter den Sicherheitsstahlspezialisten Thyrolf & Uhle. Mit dem strategischen Zukauf will der Konzern seine Kompetenzen im Zukunftsfeld Verteidigung ausbauen. Die Übernahme steht den Angaben zufolge unter Vorbehalt insbesondere der behördlichen Freigaben. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. 

Selbst nach der bereits guten Kursentwicklung ist die Salzgitter-Aktie mit einem akt. Börsenwert von 3,17 und einem KBV von 0,71 noch moderat bewertet; (B+).