Europas größter Softwarehersteller hat im 3. Quartal in widriger Wirtschaftslage mehr Cloudverträge abschließen können als zunächst erwartet. Konzernchef Christian Klein wurde daraufhin für die Clouderlöse im Gesamtjahr etwas zuversichtlicher als zuletzt. Ein Grund ist auch, dass es bei SAP mit dem vor Jahren von Klein intensivierten Schwenk zu Cloudsoftware rund läuft. Die aus bestehenden Abos für Cloudsoftware über die kommenden zwölf Monate zu erwartenden Erlöse legten im Jahresvergleich um 28 % auf 24,1 Mrd. € zu. Währungsbereinigt war das ein Plus von 26 %. Der Umsatz verbesserte sich konzernweit um 13 % auf 10,3 Mrd. €. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 18 % auf 3,03 Mrd. €. Das war ebenfalls mehr als erwartet. Unter dem Strich wuchs der Gewinn um 11 % auf 2,27 Mrd. €.
Beim Jahresausblick für den Cloudumsatz sieht Konzernchef Klein nun ein etwas besseres Abschneiden als bisher gedacht in greifbarer Nähe. So dürfte bei den Clouderlösen das obere Ende der Prognosespanne von währungsbereinigt 23 bis 25 % Wachstum erreicht werden. Demzufolge wird sich auch die Summe der Umsätze aus Cloudprodukten und herkömmlichen Softwarelizenzen günstiger entwickeln als bisher gedacht.
SAP scheint sich nach schwierigen Zeiten endlich gefangen zu haben. Der Aktienkurs dreht gerade wieder richtig auf. Bei unserem MD-Wert bleibt man daher investiert; (B+).