Die Onlineplattform Shein will bei ihrem geplanten Gang an die Hongkonger Börse einen Milliardenbetrag einnehmen. Der Ultra-Fast-Fashion-Verkäufer plant nach eigenen Angaben, knapp 280 Mio. Anteile zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar je Aktie anzubieten und damit bis zu 13,86 Mrd. Hongkong-Dollar (derzeit etwa 1,5 Mrd. €) einzusammeln. Den finalen Preis will das in China gegründete Unternehmen, das seinen Hauptsitz mittlerweile nach Singapur verlegt hat, Ende August bekanntgeben. Das Börsendebüt ist laut Mitteilung für den 1. September geplant. Mit ihrem lange erwarteten Börsengang könnte die für besonders günstige Modeartikel bekannte Plattform nach eigenen Schätzungen eine Marktkapitalisierung von 210,2 Mrd. Hongkong-Dollar (gut 23 Mrd. €) erreichen. Das wäre deutlich weniger als in der Bewertung von 2022.
Asiatische Shoppingplattformen wie Shein, Temu und AliExpress haben nicht nur in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewonnen in den vergangenen Jahren. Politiker, Handelsvertreter und Verbraucherschützer monieren allerdings fragwürdige Produktqualität, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen.
Shein lässt seine Fracht aus China direkt von den Herstellern und in der Regel per Flugzeug in alle Welt verschicken. Die Waren werden zu besonders niedrigen Preisen angeboten. Neue Zollregelungen in den USA und Europa sowie die Folgen der Krise im Nahen Osten beeinträchtigten das Geschäft der Shoppingplattform jedoch zuletzt.
Das IPO von Shein sollte zunächst nur vom Seitenrand aus beobachtet werden.
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