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Unilever dreht an Preisschraube

London – Der Konsumgütergigant bereitet seine Kunden wegen des Iran-Krieges auf neue Preiserhöhungen vor. Die Kosten seien stärker gestiegen als erwartet, hieß es vom Management. Unilever rechnet nun für das Gesamtjahr mit Kostensteigerungen von 750 bis 900 Mio. €. „Das sind 350 bis 500 Mio. € mehr als zu Jahresbeginn erwartet“, so Finanzchef Srinivas Phatak. Es sei eventuell nicht möglich, dies allein durch Kostensenkungen aufzufangen, daher werde man die Preise anheben. 

Der Jahresstart ist Unilever unterdessen trotz umfangreichen Unternehmensumbau gelungen: Der Umsatz ist organisch um 3,8 % gestiegen. Allerdings machten negative Wechselkurseffekte das aus eigener Kraft erzielte Wachstum zunichte, so ging der Umsatz um 3,3 % auf 12,6 Mrd. € zurück. Unilever profitierte beim organischen Wachstum nach eigenen Angaben von einer gestiegenen Nachfrage in Schwellenländern. Vor allem die wichtigsten Marken hätten für Schwung gesorgt, zugleich hätten sämtliche Geschäftsbereiche zulegen können, so Konzernchef Fernando Fernandez.

Für 2026 geht das Unilever-Management weiterhin davon aus, dass das organische Umsatzwachstum am unteren Ende der längerfristigen Zielbandbreite von 4 bis 6 % herauskommen wird. 

Unilever bleibt angesichts des erfolgreichen Umbaus weiterhin auf der Einkaufsliste; (A–).