New York/Amsterdam – Der US-Investor Bill Ackman will den weltgrößten Musikkonzern Universal Music Group für rund 55,75 Mrd. € übernehmen. Seine Investmentfirma Pershing Square hat kürzlich ein entsprechendes unverbindliches Angebot unterbreitet. Die Offerte aus Barmitteln und Aktien bewerte Universal Music mit 30,40 € je Aktie.
Universal Music Group (UMG), das größte der drei Major-Label neben Sony Music und Warner Music, hat unter anderem Künstler wie Taylor Swift, BTS oder Billie Eilish unter Vertrag. Der Aktienkurs von UMG legte am Dienstag zeitweise um fast ein Viertel zu. Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 35 Mrd. €.
Den Plänen zufolge sollen die UMG-Aktionäre für jedes ihrer Papiere 5,05 € in bar sowie 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft erhalten. Das Management von UMG habe hervorragende Arbeit geleistet und eine erstklassige Künstlerriege aufgebaut, gab Pershing-Chef Ackman an. Dennoch habe sich der Aktienkurs von UMG schlecht entwickelt. Als Gründe nannte Pershing Square unter anderem die Unsicherheit über den 18-%igen Anteil des französischen Mischkonzerns Bolloré sowie eine verschobene US-Börsennotierung. Das an der Euronext gelistete Papier hat in den vergangenen 12 Monaten fast 18 % an Wert verloren.
Im Zuge der Transaktion soll UMG mit dem Börsenmantel Pershing Square Sparc Holdings verschmolzen werden. Die daraus entstehende „New UMG“ soll als Unternehmen im US-Bundesstaat Nevada an der New Yorker Börse notiert werden. Durch den Schritt würden 17 % der ausstehenden Aktien eingezogen, während die Bonität des Konzerns auf Investment-Niveau erhalten bliebe. Pershing Square rechnet mit einem Abschluss der Übernahme bis zum Jahresende.
UMG hat in den vergangenen Monaten einen wahren Kurssturz verbuchen müssen. Angesichts der jüngsten Übernahmemeldung geht es nun wieder bergauf. Bestandsaktionäre gehen die Pläne entsprechend mit; (B+).