Wien – Trotz guter Zahlen in den ersten 9 Monaten muss der Ziegelhersteller seine Prognose angesichts der schwachen Baukonjunktur kappen. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 4 % auf 3,5 Mrd. €, während das operative Ergebnis (Ebitda) um 3 % auf 584 Mio. € sank. Unter dem Strich stieg der Gewinn nach Steuern indes auf 173 Mio. € an, nach 49 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet das Management allerdings nun nur noch mit einem Ebitda auf Vorjahresniveau. Zuletzt wurde ein Anstieg auf 800 (Vorjahr: 760) Mio. € in Aussicht gestellt. Die Anpassung begründete Wienerberger vor allem damit, dass erhoffte Zinssenkungen und deren positive Effekte auf den Neubau-Markt nicht wie erwartet eingetreten seien. Während das Geschäft mit Dach- und Rohrlösungen wuchs, belasteten ein schwacher Markt im Wohnungsneubau in allen Regionen sowie ein inflationärer Kostendruck die Entwicklung. Als Reaktion auf das schwierige Umfeld kündigte Wienerberger nunmehr ein Sparprogramm an, das die Kosten jährlich um 15 bis 20 Mio. € reduzieren soll.
Langfristig ist und bleibt Wienerberger ein durchaus solides Investment; (B+).