Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat einen Fehler im Konzernabschluss des Modekonzerns Zalando gefunden und damit die bereits im Juni vorgelegten Vermutungen bestätigt. Es hätten Angaben im Konzernanhang gefehlt. Europas größter Modehändler bestätigte die Angaben der Behörde und teilte mit: „Wir begrüßen es, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mit der heutigen Veröffentlichung ihre Prüfung unseres Konzernabschlusses 2025 abgeschlossen hat.“ Darüber hinaus habe „diese Feststellung der Bafin keinerlei Auswirkungen auf die finanziellen Kennzahlen, die Vermögenslage oder die laufende operative Performance von Zalando“. Man trage nun die Kosten der Prüfung, „die unwesentlich“ seien.
Am 26. Juni hatte die Behörde bekannt gegeben, dass sie eine Woche zuvor eine Prüfung des Konzernabschlusses von 2025 eingeleitet hatte. Konkret ging es um fehlerhafte Angaben im Zusammenhang mit der Übernahme des kleineren Konkurrenten About You. Zalando hatte die Firma im vergangenen Jahr für mehr als 1 Mrd. € übernommen. Für jede About-You-Aktie zahlte Zalando 6,50 €. Der Konzern habe hierbei auch Anteile der übernommenen About You von einem Unternehmen für knapp 252 Mio. € erworben, das durch ein Aufsichtsratsmitglied von Zalando beherrscht werde, hieß es. Die dazu erforderlichen Angaben hätten jedoch im Anhang des Konzernabschlusses gefehlt.
Für Zalando geht damit das BaFin-Kapitel ohne größeren Schaden zu Ende. Dies zeigt sich auch im Kurs, der seine jüngste Erholung erst einmal stabil halten kann; (B+).