Auch die Immobilienunternehmen sind in die Q1-Berichtssaison gestartet. Nachdem bereits der DAX-Konzern Vonovia seine Ergebnisse präsentierte, folgten auch weitere Immo-Konzerne bzw. Immobilien-Investoren.
Der Immobilien-Investor Patrizia hielt in den ersten 3 Monaten 2026 das verwaltete Vermögen (AuM) mit 55,8 (56,1) Mrd. € in etwa stabil. Eine verbesserte operative Effizienz sorgte derweil für einen Ebitda-Anstieg auf 23,7 (16,8) Mio. €. Der Periodenüberschuss konnte mit 12,2 (5,1) Mio. € sogar mehr als verdoppelt werden. Angesichts des starken Jahresauftakts wurde an der Prognose für 2026 nicht gerüttelt (vgl. ES 11/26); (B+).
Verkäufe sorgten bei Hamborner Reit von Januar bis März für gemischte Ergebnisse. Im Q1 gaben die Erlöse aus Mieten und Pachten auf 22,6 (23,0) Mio. € nach. Grund für den Rückgang waren vor allem Immobilienverkäufe. Auch das FFO (Funds from Operations) verlor leicht auf 11,7 (11,9) Mio. €. Unter anderem eine Veräußerung in Ditzingen sorgte indes für einen Gewinnanstieg auf 2,8 (2,5) Mio. €. Die Gesamtjahresprognose für 2026 bekräftigte das Management (vgl. ES 9/26); (B).
Mit einer Netto-Ist-Miete in Höhe von 95,9 (92,0) Mio. € hat TAG Immobilien das Auftaktquartal 2026 abgeschlossen. Verkäufe in Polen haben das FFO I auf 49,3 (44,9) Mio. € angeschoben. Ein negatives Finanzergebnis sowie höhere Aufwendungen ließen das Konzernergebnis auf 35,0 (39,0) Mio. € sinken. Die Ziele für 2026 bleiben derweil unverändert (vgl. ES 13/26); (A–).
Höhere Nettokaltmieten haben LEG Immobilien im Q1 einen Anstieg des bereinigten Ergebnisses aus Vermietung und Verpachtung auf 195,8 (186,0) Mio. € beschert. Das FFO I hielt sich mit 114,7 (114,3) Mio. € indes nahezu stabil. Höhere Ausgaben für Modernisierung und Instandhaltung drückten den Nettogewinn jedoch auf 79,2 (243,2) Mio. €. Trotz des etwas schwächeren Jahresstarts wurden die Jahresziele nochmals bestätigt (vgl. ES 11/26); (A–).
Die mehrheitlich zu Vonovia (81,4 %) gehörende Dt. Wohnen hat Eckdaten für das 1. Quartal veröffentlicht. Das bereinigte Ebitda aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank auf 190,9 (217,5) Mio. €. Auch der bereinigte Gewinn vor Steuern aus fortgeführten Bereichen verlor auf 151,7 (184,3) Mio. €; (B).
Der Shoppingcenter-Investor Dt. Euroshop bekam in den ersten 3 Monaten die Zurückhaltung der Kunden zu spüren. Der Umsatz verbesserte sich dennoch leicht auf 67,6 (66,3) Mio. €. Das FFO gab indes auf 35,4 (39,3) Mio. € nach und mit einem Nettogewinn in Höhe von 28,4 (31,9) Mio. € stand ebenfalls weniger in den Büchern. Da der Jahresstart planmäßig verlief, hält das Management an der ausgegebenen Prognose fest (vgl. ES 16/26); (B).