software_neu.jpg
@GettyImages

Inlandsberichtssaison geht weiter

Investoren bekommen kaum eine Verschnaufpause – während einige Unternehmen noch ihre finalen Ergebnisse für 2025 präsentieren folgen bereits die Zahlen zum 1. Quartal 2026. Nachdem einige Unternehmen aus der 2. und 3. Börsenwoche überraschend solide ins neue Geschäftsjahr gestartet sind, bekamen andere bereits die angespannte Marktlage und wirtschaftlichen Unsicherheiten zu spüren. 

Exasol startet schwächer; (B+):

Der Anbieter von Softwarelösungen ist mit einem Erlöserückgang auf 9,5 (12,4) Mio. € ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Das Ebitda gab in den ersten 3 Monaten auf 0,4 (1,3) Mio. € nach und netto stand mit 0,2 (1,0) Mio. € ebenfalls weniger in der Bilanz.  

Adtran Networks dämmt Verlust ein; (B):

Höhere Erlöse und eine striktere Kostenkontrolle haben dem Anbieter offener Netzlösungen für die Bereitstellung von Cloud- und Mobilfunkdiensten in den ersten 3 Monaten einen geringeren Verlust beschert. Bei Umsätzen in Höhe von 117,5 (114,1) Mio. € landete das proforma Ebit bei –1,4 (–4,8) Mio. €. Auch unterm Strich verharrte das Unternehmen (vormals ADVA Optical) mit –3,5 (–16,1) Mio. € weiterhin im roten Bereich. 

Knaus Tabbert Maßnahmen greifen; (B):

Mit einem Erlöserückgang von 15,7 % auf 249,1 Mio. € hat der Wohnmobilhersteller das 1. Quartal beendet. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung der Kostenbasis sowie der Steigerung der Produktivität schoben das bereinigte Ebitda indes auf 15,6 (8,5) Mio. €. Mit einem Konzerngewinn von 3,8 (–4,7) Mio. € schaffte Knaus Tabbert zudem den Turnaround. An der ausgegebenen Guidance hat das Management nicht gerüttelt (vgl. ES 16/26). 

Delticom bestätigt Prognose; (B):

Der Reifenhändler hat von Januar bis März das angespannte Marktumfeld zu spüren bekommen und einen Erlöserückgang von 6,1 % auf 99 Mio. € hinnehmen müssen. Das Ebitda gab auf 1,0 (1,5) Mio. € nach und der Periodenverlust verharrte mit –1,2 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Prognose für 2026 wurde bekräftigt (vgl. ES 16/26).    

Hapag-Lloyd schwächelt; (B+):

In den ersten 3 Monaten machten der Reederei Unwetter sowie der Krieg im Nahen Osten zu schaffen. Während die Erlöse im Q1 auf 4,2 (5,1) Mrd. € nachgaben, brach das Ebitda von 1,0 Mrd. auf 422 Mio. € ein. Zudem sah der Konzern mit einem Konzernverlust in Höhe von –219 Mio. € rot, nachdem im Vergleichszeitraum noch ein Gewinn von 446 Mio. € in der Bilanz stand. Trotz des rückläufigen Jahresauftakts wurde die Guidance für 2026 bestätigt (vgl. ES 14–15/26). 

HomeToGo weitet Minus aus; (B–):

Nach der Übernahme von Interhome entwickelte sich HomeToGo_PRO von Januar bis März zwar stark, das Marktplatz-Segment schwächelte allerdings. Auf Konzernebene stieg der Umsatz daher zwar auf 59,0 (34,4) Mio. €, das bereinigte Ebitda hielt sich jedoch mit –26,85 (–27,98) Mio. € weiter in der Verlustzone. Unterm Strich rutschte das Unternehmen mit –49,8 (–38,7) Mio. € allerdings tiefer in die roten Zahlen. Nichtsdestotrotz entwickelten sich die ersten 3 Monate im Rahmen der Erwartungen – daher wurden die Jahresziele bestätigt (vgl. ES 13/26). 

Gesco besser; (B):

Die Industrieholding konnte von Januar bis März dem herausfordernden Marktumfeld trotzen und mit 121,0 (121,7) Mio. € einen Umsatz auf Vorjahresniveau einfahren. Das Ebit kletterte dabei auf 4,6 (4,1) Mio. € und nach Anteilen Dritter stand mit 2,76 (2,02) Mio. € ebenfalls mehr in den Büchern. Die Ziele für das Gesamtjahr haben weiterhin Bestand (vgl. ES 17/26). 

PWO belastet; (B–):

Einmaleffekte im Zuge der Restrukturierung haben dem Autozulieferer zum Jahresstart die Bilanz verhagelt, die Prognose für 2026 wurde dennoch bestätigt (vgl. ES 9/26). Der Umsatz brach in den ersten 3 Monaten auf 125,41 (136,98) Mio. € ein. Das Ebit rutschte im Zuge dessen auf 2,7 (5,0) Mio. € ab. Mit einem Nettogewinn von 295 T€ erwirtschaftete das Unternehmen deutlich weniger im Vergleich zum Vorjahr (Q1 2025: 1,7 Mio. €).