Die Lage für die deutschen Autobauer ist derzeit alles andere als rosig. Nicht zuletzt die mögliche erneute Eskalation im US-Zollstreit lastet auf der deutschen Schlüsselindustrie. Trotz holprigen Jahresstarts konnte BMW den Rückgang der Profitabilität in seiner Autosparte jedoch kleiner halten als befürchtet. Optimistisch blickt der scheidende Vorstandschef Oliver Zipse unterdessen vor allem auf Europa. Dort steigt die Nachfrage. „Nie zuvor haben wir in Europa so viele Auftragseingänge erzielt wie in den ersten drei Monaten des Jahres“, so der Konzernchef. Die Bestellungen von Elektroautos stiegen laut BMW im 1. Quartal um mehr als 60 %. Finanzchef Walter Mertl zufolge reicht der Auftragsbestand bis weit in die 2. Jahreshälfte.
Der Umsatz sank konzernweit um 8,1 % auf rund 31 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) fiel um 36,2 % auf etwas mehr als 2 Mrd. €. Unterm Strich blieb ein um 23 % niedrigerer Überschuss von rund 1,7 Mrd. €. Der Rückgang war vor allem auf erhöhte Zölle zurückzuführen. Insgesamt sorgte allerdings auch eine erhöhte Risikovorsorge für Entschädigungen von Autofinanzierungskunden in Großbritannien für ein überraschend schwaches Ergebnis. BMW rechnet im Gesamtjahr damit, dass der weltweite Absatz in der gesamten Branche zurückgehen wird. Gleichzeitig will der Konzern seine Auslieferungen jedoch auf dem Niveau des Vorjahres halten.
BMW ist nicht zuletzt angesichts der reizvollen Dividendenpolitik nach wie vor eine gute Halteposition; (B+).