New York – Der Flugzeughersteller Boeing hat in seiner Dauerkrise ein weiteres Verlustquartal verbucht. Der Umsatz legte um 4 % auf 24,2 Mrd. $ zu. Das Geschäft mit Verkehrsflugzeugen verzeichnete allein einen operativen Verlust von –697 Mio. $ bei leicht sinkenden Umsätzen von 10,7 Mrd. $. Dagegen erzielte der Rüstungsbereich, auch dank eines Spartenverkaufs, knapp 0,5 Mrd. $.Trotz eines Umsatzanstiegs stand in den Monaten Juli bis September unter dem Strich konzernweit ein Fehlbetrag von –116 Mio. $, nach –5,3 Mrd. $ im Vorjahr.
Der Milliardenverlust vom Sommer 2025 war vor allem der weiteren Verzögerung des modernisierten Großraumjets 777X geschuldet, dessen erstes Exemplar inzwischen erst 2027 ausgeliefert werden soll. Boeing-Chef Kelly Ortberg verwies darauf, dass der Hersteller nun nach jahrelanger Verzögerung immerhin die Zulassung für die Mittelstreckenjet-Varianten 737 Max 7 und Max 10 erreicht hat. "Aber wir sind noch nicht fertig", räumte der Manager ein. Boeing konzentriere sich weiterhin auf Sicherheit und Qualität.
Boeing versucht sich zwar aus seiner Krisenphase herauszuarbeiten. Die Aktie ist und bleibt jedoch weiterhin nur etwas für Anleger mit starken Nerven; (B).