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Börsenbericht – Achterbahnfahrt an der Börse

Der Krieg im Nahen Osten sorgte auch in der neuen Börsenwoche für Spannungen an den Börsen. Die deutlich gestiegenen Energiepreise könnten die Inflation antreiben und für eine restriktivere Geldpolitik der Notenbanken sorgen. Sowohl die US-Notenbank Fed als auch die EZB könnten mit Zinserhöhungen reagieren, was an den Märkten jedoch nicht gut ankommt. Zum Wochenstart setzte der DAX seine Talfahrt fort und rutschte zunächst unter die runde Marke bei 22.000 Punkten. Grund für weitere Kursrückgänge ist die weitere Eskalation im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump hatte mit Konsequenzen gedroht, sollte der Iran die Straße von Hormus nicht binnen zwei Tagen öffnen. Die Ölpreise waren daraufhin erneut gen Norden geklettert. Zwischenzeitig hat der US-Präsident jedoch eine Kehrtwende hingelegt: Er hat angeordnet, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur zu fliegen. Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der dt. Leitindex sprang daraufhin gegen Mittag deutlich nach oben und näherte sich zeitweise wieder der 23.000 Zähler-Marke. Die Internationale Energeiagentur (IEA) erwägt im Zuge des anhaltenden Konflikts die Freigabe weiterer Ölreserven. Die IEA-Mitgliedsstaaten hatten bereits Anfang März die Freigabe von 400 Mio. Barrel Öl beschlossen. An der Wall Street gaben die Leitindizes zum Wochenende ebenfalls erneut Punkte ab: Der Dow Jones schloss 0,96 % tiefer, während der S&P 500 mit 1,5 % deutlicher nachgab. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 1,88 %. 

Delivery Hero hat einen Anteil des foodpanda-Geschäfts in Taiwan an Grab Holdings Limited bekanntgegeben. Der Kaufpreis, der in bar gegen Übertragung der einzigen operativen 
Tochtergesellschaft von Delivery Hero in Taiwan, Foodpanda Taiwan Co., Ltd., zu zahlen ist, beträgt 600 Mio. $, vorbehaltlich bestimmter Anpassungen. Der Vollzug der Transaktion wird in 
der 2. Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der Erfüllung marktüblicher aufschiebender Bedingungen sowie des Erhalts erforderlicher behördlicher Genehmigungen, einschließlich der fusionskontrollrechtlichen Freigabe. Der Konzern will die Nettoerlöse zur Schuldentilgung verwenden. 

Der Windturbinenbauer Nordex hat einen Auftrag über die Lieferung und Installation von elf Windenergieanlagen für einen Windpark im Osten Serbiens erhalten. Der Auftrag umfasst zudem einen Premium-Service über 30 Jahre, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre.

Ralph Dommermuth hat Spekulationen über einen Verkauf des vierten deutschen Mobilfunknetzes 1&1 eine klare Absage erteilt. "An den Gerüchten ist nichts dran, es gibt keinen Dialog mit Telefonica", sagte der Gründer und Chef von United Internet und 1&1 in einem Interview. Einen Verkauf plane er nicht: “Mein Team und ich kämpfen seit vielen Jahren hart. Wir gehen einen steinigen Weg. Das machen wir nicht, um mittendrin die Schlüssel abzugeben.”

Der Rüstungskonzern Rheinmetall rechnet mit einem zügigen Neustart beim verspäteten Bau der Fregatten vom Typ F126 für die Marine. "Wir gehen davon aus, dass wir die Fregatte F126 im Sommer als Generalunternehmer unter Vertrag bekommen", sagte Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems bei Rheinmetall. "Wir wollen die Durchlaufzeiten beschleunigen und die erste der sechs geplanten Fregatten im 2. Halbjahr 2031 abliefern." Es liefen Gespräche mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

Der Stahlkonzern Salzgitter hat seine Verluste im vergangenen Jahr trotz eines schwachen Stahl-Umfeldes deutlich reduziert. 2025 standen unter dem Strich  –69,8 (–347,9) Mio. €. 2024 war das Ergebnis noch von hohen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Restrukturierungskosten geprägt gewesen. Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 0,20 € je Aktie erhalten.