Wieder einmal sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump für Kursbewegungen. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, die USA führten "ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung" in Iran, um die Militäroperation zu beenden. Es seien "große Fortschritte erzielt" worden. Was an den Aussagen dran ist, bleibt derweil ungewiss. Eine Trendwende ist das noch nicht, eher eine Momentaufnahme – denn Trump drohte Teheran zugleich mit massiven Angriffen und der Zerstörung der Energieinfrastruktur des Landes, sollte es zu keiner Einigung kommen. Zuletzt räumte der Präsident dem Iran noch eine Woche Zeit ein, um die für den Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus freizugeben. Die massiven Luftschläge der USA und Israel hielten dabei weiterhin an. Die zu Wochenbeginn veröffentlichten Inflationsdaten in Deutschland bestätigten indes die jüngsten Befürchtungen. Durch die gestiegenen Energiepreise km es zu einem Preisschub. Im März kletterte die Teuerung ersten Berechnungen zufolge von 1,9 auf 2,7 %. Allerdings hatten Analysten mit einer solchen Entwicklung gerechnet. An der Wall Street hielt die Nervosität der Anleger derweil weiterhin an – vor allem die Technologiewerte, allen voran Chiphersteller, gerieten unter Druck. Der Dow Jones erholte sich im Handelsverlauf etwas und konnte letztlich ein leichtes Plus von 0,11 %. Der S&P 500 gab indes um 0,39 % nach und die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,78 %. Am Anleihemarkt fielen die Renditen indes nach Aussagen des Notenbankchefs Jerome Powell. Er dämpfte die Erwartungen auf eine mögliche Leitzinsanhebung zur Bekämpfung des ölpreisbedingten Teuerungsschubs. Die Inflationserwartungen scheinen "über den kurzfristigen Horizont hinaus gut verankert zu sein", sagte er.
Der Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer Norma hat sich für das laufende Jahr vorsichtige Wachstumsziele gesetzt. So peilt das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von bis zu 2 % an, der Erlös könnte im schlechten Fall aber auch stagnieren. Die um Sondereffekte bereinigte Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern dürfte zwischen 2 und 4 % landen. Nach dem Verkauf des Wassermanagementgeschäfts und einem abgeschlossenen Aktienrückkauf über knapp 53 Mio. € will Norma eine Kapitalherabsetzung mit Einziehung von Aktien durchführen. So sollen zusammen mit dem Rückkauf bis zu 260 Mio. € aus dem Nettomittelzufluss durch den Verkauf an die Anteilseigner zurückgeführt werden. Die vorläufigen Zahlen zum Vorjahr bestätigte das Unternehmen. Der Nettoverlust weitete sich unter anderem wegen Wertberichtigungen im Europageschäft von knapp –15 Mio. auf mehr als –108 Mio. € aus. Die Dividende soll von 0,40 € je Aktie auf 0,14 € sinken.
Dermapharm will nach einem Umsatzrückgang im vergangenen Jahr wieder wachsen. So soll der Konzernumsatz bei 1,182 bis 1,218 Mrd. € landen, teilte das Pharmaunternehmen mit. Das bereinigte Ebitda soll bei 331 bis 341 Mio. € liegen. An die Aktionäre soll eine um 0,02 € niedrigere Dividende von 0,88 € je Aktie ausgeschüttet werden. Die bereits veröffentlichte vorläufigen Zahlen hat der Konzern bestätigt: Der Umsatz sank in 2025 um 1,3 % auf rund 1,17 Mrd. €. Das bereinigte Ebitda stieg hingegen um 2,9 % auf 324,8 Mio. €.
Medienberichten zufolge verzögert sich die Lieferung von Rheinmetall für das neue Flugabwehrsystem “Skyranger” der Bundeswehr. Unter Berufung auf Bundeswehr- und Parlamentskreise hieß es, die ersten Radpanzer dieses Typ sollten rund 16 Monate später abgegeben werden als geplant. Das Flugabwehrsystem soll die ausgemusterten Panzer vom Typ "Gepard" ersetzen, die derzeit in der Ukraine zur Abwehr von Drohnen eingesetzt werden. Rheinmetall gab auf Anfrage eine Verzögerung von 5 Monaten zu.
Friedrich Vorwerk will nach kräftigen Ergebniszuwächsen im vergangenen Jahr die Dividende auf 1,10 (0,30) € je Aktie anheben. 2025 hat sich der Nettogewinn mit gut 140 % auf 86,5 Mio. € mehr als verdoppelt. Im laufenden Jahr peilt das Management weitere Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis an. Für 2026 plant das Unternehmen mit Erlösen von 730 bis 780 Mio. €. Das Ebitda soll bei 160 bis 180 Mio. € herauskommen.