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Börsenbericht – Berichtssaison nimmt Fahrt auf

Die derzeitige Datenflut sorgt hierzulande für Verunsicherung – der DAX muss sich nun beweisen. Positive Konjunkturdaten aus China stehen schwachen Vorgaben aus den USA gegenüber. Die chinesische Wirtschaft wuchs im Q3 stärker als erwartet. Hinzu kommt die unübersichtliche Lage in Frankreich. Zusätzlich nimmt die Berichtssaison weiter Fahrt auf. In den USA rechnen Investoren mit einer weiteren Anhebung der Zinsen Ende Oktober. Im Zuge dessen gerieten vor allem Tech-Werte unter Druck. In Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU, belastete die Frage, wie es nach den Protesten weitergeht, den Euro. Zum Wochenschluss konnte sich der DAX noch gegen die Wall Street entwickeln und mit einem Plus von 1 % die Woche beenden. An den US-Börsen gaben die Kurse indes nach, da die Chance auf eine weitere Zinsanhebung zugenommen hat. Der S&P 500 verlor 1,09 % und die Technologiebörse Nasdaq 2,5 %. Der Dow Jones konnte sich im Vergleich zu den Tech-gewichtigen Indizes mehr oder weniger behaupten und schloss 0,34 % leichter. 

Steyr Motors hat bekannt gegeben, dass die österreichische SMOT Acquisition GmbH beabsichtigt, ein an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtetes freiwilliges öffentliches Erwerbsangebot in Form eines Barangebots für sämtliche Aktien der Gesellschaft abzugeben. Die Bieterin ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Red Cat Holdings, Inc. will demnach 39,00 € je Aktie bieten. 

Der Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer Norma will in den kommenden Jahren mit seiner neuen Aufstellung leicht wachsen und dabei deutlich profitabler werden. Der um Währungseffekte bereinigte Umsatz soll von 2026 bis 2031 im Schnitt um 1 bis 3 % zulegen. Davon sollen bis 2031 bereinigt um Sondereffekte mehr als 10 % als Ebit-Marge übrigbleiben. Im 3. Quartal erwirtschaftete der Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatz von 207,8 Mio. € und eine Ebit-Marge von 3,7 %. Die vollständigen Zahlen zum Quartal will das Unternehmen wie geplant am 3. November veröffentlichen. 

Nach zwei Umsatzwarnungen innerhalb eines Jahres zieht Lindt & Sprüngli die Reißleine: Der Schweizer Schokoladenhersteller trennt sich von Konzernchef Adalbert Lechner. Der Verwaltungsrat hält eine neue Führung für nötig, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Der frühere Konzernchef Dieter Weisskopf übernimmt per sofort interimistisch die Führung, wie Lindt & Sprüngli mitteilte. Der 71-jährige Weisskopf war viele Jahre Finanzchef und hatte den Konzern bereits bis 2022 geleitet. Außerdem gehört er dem Verwaltungsrat an. Ein dauerhafter Nachfolger soll im 2. Quartal 2027 ernannt werden.