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Börsenbericht – Anspannung bleibt

Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt belastete die Börsen weltweit zum Wochenstart. Zeitweise rutschte der DAX unter die runde Marke bei 25.000 Punkten. Das US-Militär attackierte in der Nacht auf Montag erneut den Iran, nachdem das Land bereits am Wochenende angegriffen wurde. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren, hieß es. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Attacken für beendet. Im Zuge dessen sind die Ölpreise erneut deutlich gestiegen. In den USA steht zudem die beginnende Berichtssaison im Fokus. Traditionell öffnen die US-Großbanken ihre Bücher in dieser Woche. Zusätzlich stehen die US-Verbraucherpreise sowie die Erzeugerpreise auf der Agenda. Das Börsendebüt des südkoreanischen Chip-Herstellers SK Hynix in den USA (eine Zweitnotiz), stützte zum Wochenschluss die Tech-Werte, allen voran den Halbleitersektor. Der Dow Jones beendete den Handle 0,3 % fester. Der S&P 500 schloss 0,4 % höher und nur knapp unter seinem Rekordhoch und die Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,3 % gen Norden. 

Hierzulande drohen im Zuge der asiatischen Tech-Schwäche vor allem Halbleitertiteln wie Infineon, Siltronic und Aixtron deutliche Abschläge. Auch die Aktien des Baukonzerns Hochtief sowie des Energietechnikkonzerns Siemens Energy, ebenfalls Profiteure des KI-Booms, gerieten zwischenzeitig unter Druck.

Bei Fraport lastete eine Prognosesenkung für das Passagieraufkommen aufgrund der Entwicklung im Nahen Osten auf dem Kurs. Der Flughafenbetreiber gab mit den schwachen Verkehrsdaten für den Juni bekannt, für 2026 nur noch mit einem Passagieraufkommen in etwa auf dem Vorjahresniveau zu rechnen – bisher hatte er einen Anstieg erwartet.

Die starke Nachfrage nach leistungsstarken KI-Chips treibt den Umsatz des taiwanesischen Chipherstellers TSMC weiter an. Die Erlöse stiegen im 2. Quartal um 36 % auf 1,27 Bill. TWD. Der Chip-Riese gilt als wichtiger Gradmesser für den globalen Ausbau der KI-Infrastruktur, da das Unternehmen den Großteil der weltweit fortschrittlichsten Halbleiter für Rechenzentren und Smartphones fertigt und unter anderem Nvidia und Apple beliefert.