Die erneuten Angriffe im Nahen Osten stehen auch heute im Fokus der Anleger. Derzeit überwiegt noch die Hoffnung, dass es zu einer baldigen erneuten Einigung zwischen den USA und dem Iran kommt. Allerdings ist der Ton wieder schärfer geworden. US-Streitkräfte haben in der Nacht erneut Ziele im Iran angegriffen. US-Präsident Donald Trump hatte am Rande des NATO-Gipfels die vereinbarte Waffenruhe für beendet erklärt, sich jedoch zugleich offen für Verhandlungen gezeigt. Der dt. Leitindex rutschte zur Wochenmitte wieder unter die runde Marke bei 25.000 Punkten, erholte sich jedoch bereits wieder etwas und pendelte zuletzt um diese wichtige Marke. Zudem hatte Trump angedeutet die Handelsbeziehungen zu Spanien zu kappen. Damit beherrschen die Aussagen des US-Präsidenten einmal mehr das Börsengeschehen. Im Zuge der erneuten Eskalation im Nahen Osten sprangen die Ölpreise erneut an und erreichten zeitweise en höchsten Stand seit Wochen. Ein Anstieg der Ölpreise schürt die Inflationssorgen, womit eine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed möglich wird. An der Wall Street beendete der Dow Jones seine Rekordserie und schloss 1,1 % schwächer. Beim S&P 500 fiel das Minus mit 0,28 % indes geringer aus und auch die Technologiebörse Nasdaq setzte lediglich um 0,27 % zurück.
Während die Aktien von Öl- und Gasproduzenten aufgrund der wieder anziehenden Rohstoffpreise anzogen, gerieten die Kurse von Fluggesellschaften wie American Airlines oder Delta Airlines unter Druck.
Der Chip-Hersteller Broadcom hat eine neue Vereinbarung mit Apple mit einem Volumen von mehr als 30 Mrd. $ geschlossen. Der iPhone-Hersteller will von Broadcom mehr als 15 Mrd. Chips in den USA produzieren lassen.
Der Motorenbauer Deutz plant den größten Zukauf seiner gut 160-jährigen Konzerngeschichte. Unternehmensangaben zufolge wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des Rüstungskonzerns FFG Flensburg Fahrzeugebau GmbH geschlossen. Der Kaufpreis liegt bei rund 1,6 Mrd. €. Er soll teilweise in Aktien bezahlt werden, die Deutz neu ausgibt. Die bisherige Eigentümerfamilie der FFG soll künftig 29,9 % der Deutz-Anteile halten. Für die Transaktion steht jedoch noch die Zustimmung der Hauptversammlung aus, außerdem fehlt noch die Zustimmung von Kartellbehörden – sie soll Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen sein.
Nachdem Schott Pharma seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr angehoben hat, zog die Aktie zwischenzeitig deutlich an.